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Spendenangebote

Neckar-Odenwald-Kreis: So können Bürger den Ukrainern helfen

Viele Menschen wollen aktuell denen helfen, die vom Krieg zwischen Russland und der Ukraine betroffen sind. Eine Übersicht, wie und wo spenden im Landkreis möglich ist, haben die Fränkischen Nachrichten erstellt.

Von 
Nicola Beier
Lesedauer: 
Viele Menschen wollen ihren Beitrag leisten und spenden Decken, Isomatten oder Babyprodukte für die Betroffenen des Krieges in der Ukraine. © Ole Spata/dpa

Buchen. Der Krieg zwischen der Ukraine und Russland ist momentan das Thema, das alle Bürger beschäftigt und bewegt. Bei vielen stellt sich die Frage, wie sie den Menschen vor Ort und auf der Flucht helfen können. Die Solidarität wächst jeden Tag und so auch die Zahl von Sach- und Geldspenden.

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Auch im Neckar-Odenwald-Kreis und der Stadt Buchen gibt es einige Stellen, an die sich die Bürger wenden können, wenn sie die Betroffenen unterstützen wollen. Die FN haben einige Anlaufstellen zusammengetragen:

DRK Kreisverband Buchen: „Wir wissen, dass die Betroffenheit in der deutschen Bevölkerung angesichts der entsetzlichen Ereignisse in der Ukraine groß ist und der Wunsch, den betroffenen Menschen Unterstützung zu bieten ebenso“, teilt Roland Burger, Präsident des DRK-Kreisverbandes in einer Pressemitteilung mit. Dennoch sei es wichtig, dass die vielen Sachspenden auch da ankommen, wo sie benötigt werden.

Deshalb appelliert Steffen Horvath, Kreisgeschäftsführer des DRK Buchen: „Die Solidarität und der Aktionismus sind gut gemeint, man tut den Leuten aber nichts, wenn man unorganisiert Hilfsgüter an die Grenze zu Polen und der Ukraine schickt.“ Dort würden die Produkte nur Lagerhallen füllen und Transportwege versperren. „Sie helfen leider nicht, sie behindern vielmehr die humanitäre Arbeit vor Ort“, erklärt Horvath. Das DRK in Buchen sammelt deshalb Hilfsangebote aus der Bevölkerung, die per Email an Hilfe@drk-buchen.de gesendet werden können. „Wir katalogisieren das und werden die Sachen direkt abrufen, falls Bedarf besteht“, so Horvath. Die Hilfsgüter werden dann in die Krisenregionen weitergeleitet. „Wir stehen dazu auch in engem Kontakt mit unserem Landes- und Dachverband. Wenn konkrete Hilfe benötigt wird, sind wir bereit.“ Der Dachverband hält den Kontakt zu den Organisationen in der Ukraine und den Nachbarländern.

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Auch Winter- und Sommerkleidung für ankommende Flüchtlinge seien genug auf Lager, so Horvath. Außerdem empfiehlt der Kreisgeschäftsführer Geldspenden an das Spendenkonto des DRK unter www.drk.de/ppc/nothilfe-ukraine im Internet.

Katholisches Dekanat Buchen: Die leitenden Pfarrer der zehn Seelsorgeeinheiten des Dekanats Mosbach-Buchen und der Dekanatsratsvorstand wollen ebenfalls ein Zeichen der Hilfe für alle Betroffenen setzen. Deshalb wird am Wochenende, Samstag 5. März und Sonntag 6. März, im ganzen Dekanat Mosbach-Buchen zum Gebet um den Frieden in den Gottesdiensten eingeladen und zu einer Sonderkollekte aufgerufen. Der Ertrag aller Kollekten wird zu Gunsten der Ukrainehilfe weitergegeben. Es gibt auch die Möglichkeit eine Spende auf das Konto des Dekanatsverbands Mosbach-Buchen, IBAN: DE 61 6746 1424 0001 1349 06 mit dem Stichwort „Ukrainehilfe“ zu überweisen.

Möbelhaus Grammlich: Der Pfadfinderstamm Cherusker e.V., ganz in der Nähe zum zweiten Standortdes Möbelhauses Wohnidee in Straubenhardt, hat eine Hilfsaktion ins Leben gerufen, die Möbel Grammlich unterstützen will. Auf der Website des Möbelhauses ist eine Liste verschiedener Produkte für Frauen und Kinder aufgelistet, die benötigt werden. Dabei sind unter anderem Hygieneartikel wie Zahnpasta, Seife und Mundschutz, aber auch Konserven und Babynahrung. Diese Produkte sollen in möglichst kleine Kartons gepackt werden. Diese wiederum sollen von allen Seiten mit einer Inhaltsangabe versehen sein. Kleidung wird nicht benötigt. Die Spenden können noch bis Samstag, 5. März, beim Möbelhaus zwischen 9.30 und 17 Uhr abgegeben werden.

Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises: Hilfsbereite Bürger, die Wohnraum für geflüchtete Menschen aus der Ukraine anbieten möchten, können dies mit einem hierfür vorgesehenen Erfassungsbogen tun und diesen per E-Mail an eine hierfür eingerichtete E-Mail-Adresse senden. Die Informationen sind auf der Internetseite des Neckar-Odenwald-Kreises unter https://www.neckar-odenwald-kreis.de/Landratsamt/Immobiliensuche.html abrufbar. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht absehbar, ob und wann der angebotene Wohnraum tatsächlich in Anspruch genommen wird.

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Geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, dürfen gerne aufgenommen werden. Dem Landratsamt sollte mitgeteilt werden, wer unter welcher Anschrift bei wem unterkommen konnte. Die Mitteilung kann bei der jeweiligen Stadt-/Gemeindeverwaltung angebracht werden. Können Personen nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen, werden diese in der Landeserstaufnahmeeinrichtung untergebracht.

Es ist davon auszugehen, dass die Personen absehbar Leistungen gemäß AsylbLG erhalten können. In dringenden Fällen wird vom Landratsamt unbürokratisch geholfen – etwa mittels Ausstellung von Einkaufsgutscheinen für Lebensmittel.

Stadt Buchen: Beim Integrationsmanagement der Stadt Buchen können sich Bürger melden, die beispielsweise freie Wohnflächen für Geflüchtete zur Verfügung stellen möchten, die in der Stadt ankommen.

Apotheke an der Post in Hardheim: Die Apotheke nimmt alte Verbandskästen aus dem Auto entgegen und spendet diese an Bedürftige in der Ukraine. Für die Spende erhalten Helfer einen neuen Verbandskasten zum Selbstkostenpreis. Die Spenden werden an eine Hilfsorganisation weitergeleit. Diese transportiert die Waren dann an die polnisch-ukrainische Grenze. Der Laster fährt am 4. März ab.

Redaktion Im Einsatz für die Redaktionen Buchen und Sport

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