Wertheim

Vereinbarung unterzeichnet Hector-Stiftung und Baden-Württemberg verlängern Zusammenarbeit

Förderung für weitere fünf Jahre gesichert

Archivartikel

Wertheim/Stuttgart.Das Land Baden-Württemberg und die Hector Stiftung verlängern die Zusammenarbeit in der Begabtenförderung für Grundschulkinder um weitere fünf Jahre. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und Dr. h.c. Hans-Werner Hector, Gründer der Hector Stiftung, haben am 22. Februar in Stuttgart eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Diese sieht vor, dass die Hector Stiftung bis zum Schuljahresende 2024/25 rund 23,5 Millionen Euro für die Hector Kinderakademien im Land sowie für die wissenschaftliche Begleitung der Begabtenförderung zur Verfügung stellt. Das Land Baden-Württemberg verpflichtet sich im Gegenzug dazu, die Arbeit der Akademien zu koordinieren und administrative Unterstützung zu leisten. Auch in Wertheim gibt es seit 2010 eine Hector Kinderakademie.

„Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung führen wir gemeinsam ein bundesweit einzigartiges Programm fort. Ich freue mich sehr und bin dankbar, dass die Hector Stiftung ihr Engagement verlängert. Die Hector Kinderakademien sind ein fester Eckpfeiler des außerunterrichtlichen Förderangebots in Baden-Württemberg. Mit nun 66 Standorten hat sich deren Zahl seit dem Start im Jahr 2010 fast verdreifacht. Das spricht für den herausragenden Erfolg der Kinderakademien“, so Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Das Ziel der Akademien, Talente frühzeitig zu fördern, entspreche dem Bildungsverständnis der Landesregierung.

„Mit unserer Förderung möchten wir dazu beitragen, dass die besonderen Begabungen der Kinder so früh wie möglich erkannt werden und kein Potenzial verloren geht“, sagt Dr. h.c. Hans-Werner Hector.

Die Hector Kinderakademien fördern besonders begabte und hochbegabte Kinder in außerunterrichtlichen Kursangeboten. Die Kurse sind dabei speziell auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten und gehen deutlich über den regulären Unterrichtsstoff der Grundschule hinaus. Die Förderung hat zum Ziel, dass die Kinder ihre persönlichen Begabungen entdecken, ihre Interessensschwerpunkte vertiefen und sich neue Wissensgebiete erschließen. Der Schwerpunkt liegt auf den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Im vergangenen Schuljahr wurden an 66 Akademien rund 23 500 Kinder aus über 2000 Grundschulen über den Unterricht hinaus gefördert. „Wir erreichen mit den Hector Kinderakademien somit 85 Prozent aller Grundschulen und können zahlreiche Kinder dabei unterstützen, ihre Begabungen zu entfalten“, so Eisenmann. Sie bedankt sich bei den Städten und Gemeinden für ihre Unterstützung, etwa durch die Bereitstellung von Räumen. Dadurch werde ein nahezu flächendeckendes Angebot ermöglicht. Auch Hans-Werner Hector freut sich über die große Reichweite. „Ich bin stolz, dass die Anzahl der teilnehmenden Kinder so hoch ist. Ganz besonders wichtig ist mir, dass wir mit dem Programm Kinder aus allen sozialen Schichten erreichen“, so Hector.

Bundesweit einzigartig ist auch, dass das landesweite Förderprogramm wissenschaftlich begleitet wird. Dafür zuständig sind das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung sowie das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Aufgaben der wissenschaftlichen Begleitung sind die Evaluierung der Förderung, die Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen für Kursleitungen sowie Unterstützung für Lehrkräfte. Die bislang vorliegenden Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung bestätigen die positive Förderwirkung der Hector Kinderakademien.

Das Land Baden-Württemberg stellt für die Hector Kinderakademien Anrechnungsstunden für die beteiligten Lehrkräfte zur Verfügung. Außerdem unterstützt es die Akademien mit Ansprechpartnern in den Regierungspräsidien und den Staatlichen Schulämtern und durch die Bereitstellung von Räumen für Fortbildungen. pm