Neckar-Odenwald

Im Dorfgemeinschaftshaus Flurneuordnung gefeiert / Besuch der Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch

Die Gemeinde Neunstetten ist fit für ihre weitere Zukunft

Archivartikel

Neunstetten.Die Freude stand allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. Mit einem Festakt feierten Grundstückseigentümer sowie Ehrengäste aus Politik und Verwaltung die gelungene Neuordnung von Ort, Feld und Wald des Krautheimer Stadtteils.

Der Tag begann mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der evangelischen Kirche. Nach diesem wurde ein Gedenkstein am Naturschutzgebiet „Im See“ enthüllt.

Bei der anschließenden Feier war das Dorfgemeinschaftshaus bis auf den letzten Platz besetzt. Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch betonte, dass Neunstetten durch eine Vielzahl von Maßnahmen nun „fit für die Zukunft“ sei und dem fortschreitenden Strukturwandel durch das Flurneuordnungsverfahren aktiv begegnet wurde. Sie sprach dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Anerkennung für die langjährige ehrenamtliche Arbeit aus und überreichte Dankurkunden. Die Flurneuordnung hat ihren Erfolg auch der Bereitschaft aller Grundstückseigentümer zu verdanken. Diesem Dank der Staatssekretärin schlossen sich auch die weiteren Redner einhellig an. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden die Veränderungen mit Bildern und einem Verfahrensrückblick in Erinnerung gebracht. Das Flurbereinigungsgebiet umfasst eine Fläche von rund 960 Hektar. Eine Besonderheit dieses Verfahrens ist, dass neben den Äckern und Wiesen auch alle Wälder der Gemarkung und die Ortslage Neunstetten neugeordnet wurden. 1,8 Kilometer Ortsstraßen wurden modernisiert, das Wege- und Wassergrabennetz in Feld und Wald den künftigen Anforderungen angepasst, Rückhalte- und Absetzbecken für eine dezentrale Wasserrückhaltung gebaut und viele Obstbaumreihen und Gehölzstreifen zur ökologischen Aufwertung des Gebiets angelegt. Durch die Verknüpfung dieser Maßnahmen in einem Neuordnungsverfahren entstand ein nachhaltiges Ergebnis. Die Aufwendungen der Teilnehmergemeinschaft betrugen 4,34 Millionen Euro. Weitere erhebliche Investitionen der Stadt Krautheim in die öffentliche Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung sowie die Aufwendungen der Grundstückseigentümer sind darin nicht enthalten. Derzeit werden die Grundbücher von den Amtsgerichten berichtigt. Danach wird das Verfahren durch die Schlussfeststellung abgeschlossen.

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