Hardheim

„Badische Heimat“ Zeitschrift widmet sich bekanntem Hardheimer Schwarzwaldmaler Maler Julius Heffner / Neckar-Odenwald-Kreis im Mittelpunkt der Septemberausgabe

Sprache und Dialekt unter die Lupe genommen

Hardheim.Seit über 100 Jahren ist der Landesverein Badische Heimat auf den Feldern Landeskunde, Geschichte, Denkmalpflege, Natur- und Umweltschutz tätig und gibt vierteljährlich die Zeitschrift „Badische Heimat“ heraus.

Die „Badische Heimat“ erschien ursprünglich mit dem Zusatz „Zeitschrift für Volkskunde, ländliche Wohlfahrtspflege, Heimat- und Denkmalschutz“ und wurde erstmals im Jahr 1914 herausgegeben. Das Septemberheft 2019 widmet sich schwerpunktmäßig dem Neckar-Odenwald-Kreis.

In seinem Vorwort weist der Chefredakteur Michael Kohler darauf hin, dass es in den über 100 Jahren, in denen die Zeitschrift Badische Heimat existiert, nur vier Artikel über den Odenwald gibt, der älteste aus dem Jahr 1956 und der jüngste aus 1988.

Die verschiedenen Aufsätze decken wieder ein breites Themenspektrum ab, von der Beschreibung der Kulturlandschaft Odenwald und der politischen Geschichte des Neckar-Odenwald-Kreises über die Darstellung historischer Themen wie die Reformation bis hin zur Bundschuh-Bewegung sowie der NS-Euthanasie.

Den Kirchenpatrozinien und der Heiligenverehrung in Odenwald und Bauland ist ein interessanter Aufsatz gewidmet, ebenso wie dem Naherholungsgebiet Hoher Odenwald mit Darstellung der wichtigsten Persönlichkeiten der Region.

Der Gipsgewinnung und der Archivlandschaft im Neckar-Odenwald-Kreis sind ebenfalls Beiträge der Autoren gewidmet, und auch die Sprache und der Dialekt wird unter die Lupe genommen.

Bereits zum zweitem Mal nach 1971 erscheint in der „Badischen Heimat“ ein Artikel über den in Bretzingen geborenen Schwarzwaldmaler Julius Heffner, der zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die den Namen der Großgemeinde Hardheim in die „Welt hinaus getragen“ haben, gehört.

Er wurde am 1877 als zweites Kind des Landwirts Gustav Adolf Heffner und seiner 1875 in Bretzingen angetrauten zweiten Ehefrau Theresia Seubert (aus Waldstetten), geboren. Er hatte noch neun weitere Geschwister und fünf Halbgeschwister, die in den Kirchenbüchern von Bretzingen vermerkt sind.

Schon früh wurde sein künstlerisches Talent auf den Gebieten des Malens und der Musik erkannt und es zeichnete sich ein Beruf auf einem dieser beiden Gebiete ab. Die Renovierungsarbeiten in der Walldürner Basilika Ende der 1880er Jahre hatten ihn so beeindruckt, dass er bestärkt wurde Maler zu werden.

Da sein Vater die Berufswahl real und nüchtern betrachtete, schickte er seinen Sohn erst einmal in die Realschule in Buchen und Eppingen. Danach folgte ein Studium an der Baugewerkeschule in Karlsruhe um Gewerbeschullehrer zu werden.

Seine erste Anstellung fand er in Walldürn. 1900 wurde Freiburg i. Breisgau seine Wahlheimat, wo er als Studienrat in Malerklassen der Gewerbeschule und an der Meisterschule des Malerhandwerks unterrichtete.

Am 2. Februar 1951 starb er in Freiburg und wurde dort beigesetzt.

Der Vorsitzende des Landesvereins Badische Heimat, Dr. Sven von Ungern-Sternberg, und der Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, Dr. Achim Brötel bedanken sich in ihren Grußworten besonders bei den Autoren und dem unermüdlichen Koordinator Gerhard Layer, bei dem sämtliche Fäden zusammenlaufen. En