Hardheim

Leserbrief Zum Windkraftstandort „Kornberg/Dreimärker“

Nur bedingt sinnvoll zur Energieerzeugung

Die Wälder sind für eine intakte Umwelt unverzichtbar. Windkraft gehört meiner Ansicht nach nur bedingt zu den ökologisch sinnvollen Energieerzeugungsformen. Bei dem geplanten Standort am Kornberg handelt es sich um ein solch unverzichtbares, intaktes Umfeld, das nicht zerstört werden darf! Gleich mehrere Schutzgebiete im und um das Planungsgebiet zeugen davon.

Windkraft ja, aber nur da wo sie sinnvoll ist und möglichst wenig Schaden an Mensch, Natur und Umwelt hinterlässt. Das ist hier am Kornberg/Dreimärker gleich aus mehreren Gründen, die bereits oft genug erörtert wurden, einfach nicht gegeben. Zum Rückbau der Fundamente: Es ist in der Branche ein „offenes Geheimnis“, dass es niemals einen vollständigen Rückbau geben kann und geben wird. Das Fundament für einen 250 Meter hohen Turm hat ein Volumen in der Größe von über 300 Bodenplatten für Einfamilienhäuser, durch und durch mit Stahlkernen verflochten und in hochfestem Beton vergossen. Bestenfalls wird später eine kleine obere Schicht abgetragen und mit Erde überworfen. Niemals werden an diesen Stellen wieder Bäume wachsen. Die Blöcke werden für immer im Boden verbleiben mit allen negativen Folgen.

Nochmals zurück auf sinnvolle Energieerzeugungsformen: Aus welchem Grund wird die primitive Windenergie jährlich mit über 25 Milliarden Euro mit unser aller Geldern bezuschusst, die nur im unteren einstelligen Prozentbereich minimal zur Stromerzeugung beiträgt? Bei Windstille oft tagelang überhaupt nicht! Ich denke, weil die Lobby-Industrie hier ganze Arbeit geleistet und fast die gesamte Bevölkerung hinters Licht geführt hat.

Während China, USA, Russland, Japan und Frankreich in einem Gemeinschaftsprojekt kurz vor dem Durchbruch mit der Kernfusion stehen, spielen die Deutschen als führende Industrienation fahrlässig noch mit unzuverlässigen Windrädchen. Weshalb fördert die Bundesregierung – die ebenfalls eigenständig ein Fusionsprojekt betreibt – nicht dieses zukunftsträchtige jährlich mit 25 Milliarden statt mit nur vier Milliarden Euro? Hier wäre das Geld sinnvoller angelegt als in der Windkraft. Bei der Kernfusion würden 800 Gramm (!) Wasserstoff so viel Energie liefern, wie das Verbrennen von 1000 Tonnen Kohle, entsprechend 20 gefüllter Güterwaggons. Dies nenne ich eine sinnvolle Energieerzeugungsform. Man bräuchte keine Kohle, kein Uran, kein Öl und auch keine Windräder! Aber bis es soweit ist, kann man ja sprichwörtlich noch einige “Sauen durch die Dörfer treiben“ und den ahnungslosen Bürger abkassieren! Nur darum geht’s.