Hardheim

Windpark „Pülfringen Nord“ Gemeinde Königheim plant die Erweiterung durch drei zusätzliche Windkraftanlagen / Bretzinger Ortschaftsrat hätte gerne ein Schallgutachten

Gemeinderäte diskutierten über Wegenutzung und Entschädigung

Archivartikel

Pülfringen/Waldstetten.Seit 2001 steht der Windpark „Pülfringen Nord“ in der Gemeinde Königheim. Geplant ist dessen Erweiterung um drei zusätzliche Windkraftanlagen.

Für die Einspeisung des produzierten Stroms an der öffentlichen Stromversorgung ist die Verlegung eines unterirdischen Kabelsystems geplant, das vom Windpark „Pülfringen Nord“ bis zum „Umspannwerk Gerichtstetten“ in Waldstetten verläuft. Die etwa zehn Kilometer lange Trasse soll unter anderem entlang der Kreisstraßen 2893 und 3967 verlegt werden. In Höhe der Ortschaft Bretzingen unterquert die Kabeltrasse die Erftalstraße L 514. Die Netztrasse verläuft weiter über die Waldstetter Straße L 577 in Richtung Westen, unterhalb des Gewässers Erfa und anschließend entlang der Gemeindeforstwege am Unteren Waldstetter Tal. Nach den Forstwegen am Großwald wird der Verlauf der Trasse entlang der Gemeindewege in Richtung Südsüdwest am Rotenacker geführt. Anschließend verläuft die Netztrasse über die Forstwege am Distrikt Pfaffenseig in Richtung Westen bis zum Umspannwerk Gerichtstetten in Hoffeld-Waldstetten. Die Gemeinde Hardheim wurde gebeten, die Kabelverlegung über die gemeindlichen Grundstücke auf einer Länge von etwa 1,6 Kilometern zu gestatten.

Details zum Vorhaben gab es bei der Gemeinderatssitzung am Montag von Bürgermeister Rohm und dem stellvertretenden Bauamtsleiter Bernhard Popp, der erklärte, dass die Verlegung der Kabel in einer Tiefe von etwa 0,80 bis einen Meter vorgesehen ist. Und dass die Grundstücksnutzung dadurch in keiner Weise eingeschränkt wird. Der Gemeinde Hardheim wurden zwei mögliche Alternativen für einen finanziellen Ausgleich angeboten, wobei von Seiten der Verwaltung eine jährliche Entschädigung und keine Einmalzahlung favorisiert wird.

Bevor das Gremium am Montagabend zum Beschluss kam, war die Meinung des Bretzinger Ortschaftsrats gefragt. Und der hat sich, wie Ortsvorsteher Steffen Berberich erklärte, zunächst einmal für die Erstellung eines Schallgutachtens ausgesprochen. „Das hätten wir gerne“, erklärte er und fragte: „Warum muss man schon wieder Kabel verlegen?“. Da die Gemeinderäte an diesem Tag aber nicht über die Errichtung der Windkraftanlagen zu beraten hatten, folgte das Gremium mit neun Ja-Stimmen, drei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen dem Vorschlag der Verwaltung und stimmte dem vorgesehenen Trassenverlauf und der Nutzung der gemeindlichen Grundstücke zu, sollten die Anlagen genehmigt werden.

Die Verwaltung wurde darüber hinaus ermächtigt, die Entschädigung für die Wegenutzung mit dem Betreiber auszuhandeln. mem