Großrinderfeld

Vortrag Wasserfest und Glockenweihe im Mittelpunkt der Bilderschau des Obst- und Gartenbauvereins

Spannender Blick in die Ortsgeschichte

Archivartikel

Gerchsheim.Die 1950er Jahre im Ortsteil Gerchsheim standen im Mittelpunkt eines Bildernachmittags, organisiert vom Obst- und Gartenbauverein. Ein paar unvergessliche Stunden bescherte der Verein, insbesondere das Vorstandsmitglied Wolfgang Geiger, allen Besuchern, etwa 150 an der Zahl im voll besetzten Saal des Gemeindezentrums, die zu diesem organisierten Bildernachmittag gekommen waren.

Wolfgang Geiger ist nicht nur selbst Hobbyfotograf, sondern sammelt auch fotografische Eindrücke seiner Heimatgemeinde Gerchsheim aus längst vergangenen Tagen. In sein Hobby steckt er viel Zeit und Begeisterung. Und so hat er es geschafft, im Laufe der Jahre einen enormen Fundus anzusammeln. Im Rahmen so manch einer Veranstaltung hat er schon kleine Einblicke gegeben. Dieses Mal standen das Wasserfest 1954 und die Glockenweihe im Mittelpunkt.

So manch älterer Gast konnte sich selbst oder Freunde und Verwandte wiedererkennen. Die jüngeren Betrachter schmunzelten über Jugendbilder der Eltern oder gar der Großeltern.

Der Vortrag war thematisch gegliedert. Zuerst ging es ums Wasserfest. Nachdem die ganzen alten Brunnen gezeigt wurden, gab es auch Eindrücke vom Fest, der Einweihung des Wasserhauses und vielem mehr. Beinahe alle Personen konnten vom Fotograf benannt werden, über die Unbekannten auf den alten Bildern wurde freilich gerätselt. Besonders interessant waren die Eindrücke vom Dorf selbst, von Straßenzügen, die sich geändert haben und von den jungen „alten“ Gerchsheimern.

Der zweite Teil beschäftigte sich mit der Glockenweihe und gab einen Einblick in das alte und heutige Kirchengebäude. Humorvoll, mit lockeren Sprüchen und Bezug nehmend auf anwesende Personen wurde der Vortrag interaktiv und nie langweilig. Zwei Stunden in die Vergangenheit weckten bei dem einen Erinnerungen, beim anderen waren es erste Eindrücke, wie es früher war. Für alle Besucher war es in jedem Fall kurzweilig. Nicht nur einer im Saal sagte: „Schade dass es vorbei ist, jetzt hätte ich gerne noch ein paar Bilder gesehen.“ Doch an Material fehlt es nicht, so dass ein solcher Bildernachmittag wieder einmal stattfinden kann. rege