Fußball

Fußball SV Wachbach tritt morgen in Hochberg zum ersten Relegationsspiel um einen Platz in der Landesliga Württemberg, St. 1 an

„War nicht das Ziel aufzusteigen“

Vor einem Jahr noch im Abstiegskampf – in dieser Saison bis zum letzten Spieltag noch Chancen auf die Meisterschaft. Der SV Wachbach, Urgestein der Bezirksliga Hohenlohe, steht am Mittwochabend beim SKV Hochberg (Waldallee 70) bei Remseck am Neckar im ersten Entscheidungsspiel zur Relegation in die Landesliga-Staffel 1 dem Enz/Murr-Vertreter NK Croatia Bietigheim gegenüber (18 Uhr).

„Es war eine grandiose Saison 2017/18“, sagte Abteilungsleiter Jordan Murphy am Samstag bei der Rundenabschlussfeier im Wachbacher Sportpark Erpfental. Und wäre da nicht der Punktabzug aus der Partie in Neuenstein gewesen, der SV Wachbach hätte direkt aufsteigen können. So wie es bereits 1981 und 1995 gelang, als die Wachbacher als Bezirksligameister jeweils direkt in die Landesliga aufgestiegen sind. Allerdings war es jeweils nur eine Saison lang möglich, diese Liga zu halten.

Nun geht der vor dieser Saison nicht erwartete Weg also über die Relegation. Der Gegner heißt NK Croatia Bietigheim (gegründet 1969) und ist der älteste kroatische Fußballverein in Deutschland. Mit 22 Siegen und je vier Unentschieden und vier Niederlagen holte sich Bietigheim Platz zwei und erzielte dabei 97:37 Tore. In Zvonimir Zivic (19 Tore), Gino Rosso (14), Emal Gashi (10) und Gianluca Annunziata (9) hat Bietigheim vier Angreifer in seinen Reihen, die 52 mal trafen und damit mehr als die Hälfte der Bietigheimer Tore erzielten. Meister im Bezirk Enz/Murr wurde der SV Bietigheim mit sechs Punkten Vorsprung.

Lange in den Niederungen

Interessant ist auch der Werdegang des Clubs: 1993 spielte man einmal für drei Jahre in der Bezirksliga, versank dann aber jahrelang in den Niederungen der Kreisliga B. Dann aber gelang in der Saison 2015/16 der Durchmarsch über die Kreisliga A bis in die Bezirksliga.

Für den SV Wachbach ist es nach dem verpassten Endspiel im Bezirkspokal nun noch einmal ein Höhepunkt zum Ende der Saison. Und dabei steht Wachbach nicht unter Druck. „Es war nicht unser Ziel aufzusteigen“, so Trainer Arben Kaludra. „Wir nehmen einfach alles mit, was geht.“

Und vielleicht geht ja was: Im Falle eines Sieges würde der SV Wachbach bereits am Samstag um 15.30 Uhr in Künzelsau auf den Sieger des zweiten Entscheidungsspiels zwischen der SG Schorndorf (Rems/Murr) und Türkspor Neckarsulm (Unterland) treffen.