Buchen

Buchener Gemeinderat Stadt will Bestandsaufnahme / Ergebnisse sollen ungefähr bis Frühjahr 2021 vorliegen

Radwegkonzept in die Wege geleitet

Archivartikel

Wie kann die Stadt Buchen fahrradfreundlicher werden? Und wie können die Ortsteile besser miteinander verbunden werden? Antworten soll ein Radwegkonzept liefern.

Buchen. Mit dem Rad zur Arbeit fahren, zur Schule oder zum Einkaufen: Was in Großstädten nahezu kein Problem darstellt, ist im ländlichen Raum schon schwieriger. Häufig fehlt es an der Infrastruktur. Mit einem Radwegkonzept möchte die Stadt Buchen ihre bestehenden Fahrradwege an den innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen überprüfen lassen und sich dann über weitere Maßnahmen beraten.

Dies entschied der Gemeinderat einstimmig am Montagabend in der Stadthalle. Für 18 500 Euro soll das Ingenieurbüro Dreikant (Weikersheim) ein Konzept entwerfen. Wie Bürgermeister Roland Burger auf Nachfrage mitteilte, sollen die Ergebnisse der Untersuchung bis zum Frühjahr 2021 vorliegen.

„Beitrag zum Klimaschutz“

Das Bündnis SPD/Grün-Links hatte den Antrag an die Stadtverwaltung gestellt. „Mit einer konsequenten Radstrategie für Buchen leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und fördern die Gesundheit“, begründete die Fraktion ihre Idee. „Eine zeitgemäße und attraktive Infrastruktur für Radler passt auch in unser Verständnis von nachhaltigem Tourismus in unserer Region.“ Voraussetzung dafür sei ein sicheres und lückenloses Radwegenetz mit entsprechender Beschilderung.

Das Bündnis machte auch auf die aktuellen Fördermöglichkeiten aufmerksam, durch die das städtische Investitionsvolumen für ein solches Projekt deutlich gesenkt werden könne.

Ortsteile besser verbinden

„Es ist wichtig, Zuwege zur Kernstadt zu schaffen“, betonte Johannes Volk stellvertretend für seine Fraktionskollegen. Seiner Aussage zufolge habe er zu diesem Thema auch positive Rückmeldungen von den Schulleitern des Burghardt-Gymnasiums und der Helene-Weber-Schule bekommen. Zustimmung gab es auch von der CDU und den Freien Wählern, die allesamt Optimierungsbedarf sehen. Bestehende Radwege sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen und die Ortsteile – auch untereinander – besser angebunden werden.

Bürgermeister Burger warb dafür, zunächst eine Bestandsaufnahme vorzunehmen und dann „Schritt für Schritt mögliche Maßnahmen umzusetzen“. Das Konzept solle sich hauptsächlich mit der Kernstadt, Hainstadt und Hettingen auseinandersetzen. Das Gemeindeoberhaupt machte auch auf eine Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) aufmerksam, welche die Stadt bereits auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hat. In diesem Fahrradklima-Test können Bürger die Situation in ihrer Stadt bewerten. „Die Ergebnisse sollen auch in die Untersuchung des Ingenieurbüros einfließen“, so Burger. Umso wichtiger sei eine möglichst hohe Beteiligung an der Befragung.

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