Buchen

„Blühender Naturpark“ Buchen ist auch weiter dabei / Zwölf Ar städtische Fläche werden mit regionaler, mehrjähriger Wildblumensaat angelegt

„Insekten sind überlebenswichtig für uns“

Archivartikel

Buchen.Die Aktion „Blühender Naturpark“ ist ein voller Erfolg. Auf Initiative des Naturparks Neckartal-Odenwald werden schlichte, intensiv gemähte und deshalb artenarme Grünflächen zu Wildblumenwiesen. Buchen ist auch in der zweiten Runde des Projekts dabei und engagiert sich so gegen das Insektensterben, für den Artenschutz und den Erhalt der Kulturlandschaft.

Aktuell werden weitere zwölf Ar städtische Fläche mit regionaler, mehrjähriger Wildblumensaat angelegt. Schon 2018 wurden zehn städtische Flächen, zusammen 8800 Quadratmeter mit den Saatgutmischungen „Schmetterlingssaum“ und „Blumenwiese“ eingesät. Mit den 1200 Quadratmeter weiteren Wiesen, die 2019 dazu kommen, erhöht sich die Gesamtfläche auf dann einen Hektar. „Gefühlt befindet sich die Hälfte der Wildblumenwiesen, die auf diese Aktion hin naturparkweit entstanden sind, auf Buchener Gemarkung“, freute sich Bürgermeister Roland Burger, der jüngst mit Kindern der Alois-Wissmann-Schule direkt bei der Lebenshilfe in Hainstadt symbolisch neu eingesät hat. Dabei erwähnte er auch ausdrücklich den Verein „Help! Sommermärchen-Team“ aus Götzingen, der ebenfalls große Flächen angelegt hat. Denn neben Kommunen können sich auch Vereine und private Teilnehmer bei der Aktion einbringen. Alle Wiesen wurden vorab von einer Biologin begangen und begutachtet. Der Bauhof arbeitet in der Pflege, die genau vorgegeben ist, eng mit Michaela Kahl, der Projektmanagerin des Naturparks, zusammen.

Dauerhaft ist eine zweimalige Mahd im Jahr durchzuführen. Auch Michaela Kahl ist froh über das gezeigte Engagement: „Insekten sind überlebenswichtig für uns. Ohne die Bestäubung vieler Pflanzen durch Insekten würde ein Großteil unserer Nahrungsmittel fehlen. Zudem spielen sie eine fundamentale Rolle in unserem Ökosystem als wichtige Basis vieler Nahrungsketten. Mit unserer Aktion setzen wir einen Kontrapunkt und machen auf das große Problem aufmerksam.“

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