Buchen

Joachim-und-Susanne-Schulz-Stiftung Im Joseph-Martin-Kraus-Saal elf Klassensätze des Minicomputers „Calliope“ an fünf Schulen aus der Region verteilt

30 000 Euro wurden in Bildung investiert

Archivartikel

Die Joachim-und-Susanne-Schulz-Stiftung überreichte am Dienstag im Joseph-Martin-Kraus-Saal elf Klassensätze des Minicomputers „Calliope“ an fünf Schulen aus der Region.

Buchen. Hinter dem Kunstwort „Mint“ verbirgt sich nicht etwa die Fachbezeichnung für einen kräftigen Grünton, sondern der Bildungsbereich aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Seit 2014 fördert die Joachim-und-Susanne-Schulz-Stiftung diese Fächer mit eigenen Projekten.

Themen miteinander verbinden

Hannes Wolf, Vorstandsmitglied der Joachim-und-Susanne-Schulz-Stiftung, erinnerte am Dienstag im Joseph-Martin-Kraus-Saal in seiner Begrüßung an die vor einem knappen Jahr aufgekeimte Idee, die „Mint“-Förderaktion auf den IT-Bereich auszuweiten. „Wir tun das sicher im Sinne von Joachim Schulz, der selbst Ingenieur und damit Techniker war“, zeigte Wolf auf und wies bei dieser Gelegenheit auf den „Smart-Pfad Odenwald“ hin, der als Erlebnispfad für Naturwissenschaft und Technik mehr als ein Ausflugs–ziel für die ganze Familie sein möchte. Die Calliope-Geräte, die an fünf Schulen der Region in elf Klassensätzen gingen, bezeichnete Wolf als „Idee, mit der man IT-Themen und ,Mint’-Inhalte gekonnt miteinander verbinden kann“. In gleich zwei Funktionen war Landrat Dr. Achim Brötel in den JMK-Saal gekommen: Als Kreischef und Kuratoriumsmitglied berief er sich auf den trotz glänzender Wachstumsraten einem gewissen Fachkräftemangel ins Auge blickenden mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Sektor: „Vor allem Informatiker werden händeringend gesucht“, merkte er an und ließ wissen, dass Deutschland sich in diesem Bereich „so gesehen nur durch Zuwanderung behaupten kann“. Dem müsse man Einhalt gebieten, um den eigenen Nachwuchs zu rekrutieren – die in vielen Köpfen vorhandene Barriere könne aber nur mit interessanten wie spannenden Angeboten eingerissen werden.

„Es müssen Konzepte erarbeitet werden, um aktuelle Informations- und Kommunikationstechnologien sinnvoll im Unterricht einzusetzen“, schilderte Brötel und dankte der Joachim-und-Susanne-Schulz-Stiftung, deren Spende der Calliope-Minicomputer im Gesamtwert aller Ehren wert sei – vor allem, da man bereits mit der Buchener Wimpina-Grundschule sowie in Mosbach dem Nicolaus-Kistner-Gymnasium und der Augusta-Bender-Schule drei vom Kultusministerium als „Mint-freundlich“ ausgezeichnete Schulen im Kreisgebiet habe. „Je mehr Kinder und Jugendliche die Inhalte kennen lernen, umso mehr von ihnen können später in diesem Bereich eine berufliche Heimat finden“, formulierte er seinen Wunsch nach „kleinen Galileos und Galileas“. Expirius-Projektleiterin Annika Schirmer brachte den Lehrern und Schülern die Calliope-Minicomputer näher. Mit verschiedenen Sensoren sowie Mikrophon, Lautsprecher, Licht und Anschlussmöglichkeiten für diverse Adapter bestückt, können sie modular erweitert werden und haben das Zeug zum treuen Freund eines Schülers „von der dritten Klasse bis in die Oberstufe“, wie Schirmer erklärte.

Einfache Bedienung

Die einfache Bedienung lade zum Selbstprogrammieren ein; das Erlernen einer Programmiersprache sei nicht erforderlich: „Alles funktioniert über eine graphische Bedienoberfläche, mit der die Kinder das Programmieren und die Grundlagen der Elektronik auf praxisnahe und zugleich niederschwellige Weise kennen lernen“, informierte sie und erinnerte an den Stellenwert des „Expirius“-Projekts, das mit eigenen Angeboten gezielt die „MINT“-Bildungsbereiche fördert. Getreu diesem werden Fortbildungskurse für die begleitenden Lehrkräfte über die Stiftung finanziert. Hierbei ginge es um den „Aufbruch der Schulen in die digitale Welt“. Die Mini-Computer haben dabei einen Wert von rund 17 000 Euro; im Ganzen investierte die Stiftung mit den Fortbildungen und Unterrichtsmaterialien 30 000 Euro.

Im Anschluss wurden elf Klassensätze für insgesamt 270 Kinder und Jugendliche an Delegationen der Karl-Trunzer-Schule, der Abt-Bessel-Realschule, des Burghardt-Gymnasiums (alle Buchen), der Grundschule Mudau und der Grundschule Schloßau verteilt. ad