Adelsheim

Breitbandausbau Kooperation mit BBV befürwortet

Glasfaser in jedes Gebäude

Adelsheim.Wie die Gremien anderer Kommunen in den letzten Wochen hat auch der Adelsheimer Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend die Planungen der Firma Breitbandversorgung Deutschland (BBV) für den geplanten Breitbandausbau zustimmend zur Kenntnis genommen.

Ausführlich machten die Stadträte von dem Angebot Gebrauch, den BBV-Referenten Marcus Böker zu „löchern“. Er machte klar, dass die BBV nur eine Vertragsquote von 20 Prozent brauche, um loslegen zu können – bislang war man von 35 Prozent ausgegangen. Er begründete das damit, dass im Landkreis das Leerrohrnetz sehr gut sei, es muss also nicht so viel gegraben werden.

Das bedeutet, dass 467 Haushalte in Adelsheim sich für einen Glasfaseranschluss entscheiden sollten. Böker machte aber auch klar, dass die Quote nur kreisweit erfüllt werden müsse. In Adelsheim werde also auch dann ausgebaut, wenn kein Adelsheimer, aber ausreichend viele Haushalte im Rest des Kreises einen Anschluss wollen. 2024 soll der Ausbau beendet sein. Die Verwaltung wurde bei einer Enthaltung beauftragt, die BBV bei den erforderlichen Akquise-Maßnahmen zu unterstützen. Ab sofort bis ins Frühjahr 2021 läuft die Vorvermarktungsphase in allen Kreisgemeinden. Für die Werbung sollen zum Beispiel Bauzäune mit Bannern aufgestellt oder Plakate an Laternen angebracht werden. Die BBV setzt daneben auf Vermarktungspartner und bietet Vereinen eine Prämie für die Vermittlung von Vorverträgen an.

Bereits im Mai hatte der Kreistag eine Kooperation mit der BBV beschlossen, davor hatten sich alle Bürgermeister für die Zusammenarbeit ausgesprochen. Gemeinsames Ziel ist der flächendeckende Ausbau mit Glasfaser in jedes Gebäude. sab