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Jubiläum: Firma Uebe Medical GmbH feierte ihr 125-jähriges Bestehen / Thermometermuseum eröffnet

Unternehmerisches Geschick bewiesen

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 30.06.2015

Im neuen Thermometermuseum der Firma Uebe in Reicholzheim konnte man einem Thermometermacher bei der Arbeit zusehen.

© Mattern

Bei der Ansprache zum Jubiläum der Firma Uebe: (von links) Geschäftsführer Thomas Neubeck, Gesellschafter Philipp und Felix Uebe.

Dr. Hans-Hermann Fahrenkrog erklärt Sprinklerampullen, die ebenfalls im Thermo-metermuseum zu sehen sind.

Reicholzheim. Das Unternehmen Uebe Medical GmbH feierte am Samstag sein 125-jähriges Firmenjubiläum mit einem Fest um das Logistikzentrum. Gleichzeitig wurde das neue Thermometermuseum im Verwaltungsgebäude eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Geschäftsführer Thomas Neubeck begrüßte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Man könne stolz sein, dass dieses Unternehmen so lange Bestand habe. Ein Faktor für das Überleben sei die Familie Uebe selbst. Mit unternehmerischem Geschick habe sie die Firma geleitet, auch wenn der Weg nicht immer einfach war. Der zweite Faktor seien die Mitarbeiter, die über Generationen im Unternehmen arbeiten. Sein Respekt und Dank gelte ihnen, genauso wie allen Ehemaligen. Uebe sei im Wettbewerberfeld gut aufgestellt, da man innovative Produkte, gute Qualität und engagierte Mitarbeiter habe.

Blick in die Geschichte

Danach ging Philipp Uebe, Gesellschafter des Unternehmens, kurz auf die Firmengeschichte ein. Sein Ururgroßvater habe das Fieberthermometer, wie man es heute kenne, 1890 in Zerbst entwickelt und so die Firma gegründet. Bei der Weltausstellung in Chicago drei Jahre später wurde diese Erfindung weltweit bekannt. Im Jahr 1952 wurde die Marke Cyclotest gegründet, mit der Frauen ihren Zyklus kontrollieren konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien viele Glasbläser nach Wertheim umgezogen, und so habe die Firma Uebe in Reicholzheim einen neuen Standort gefunden.

In den 1970er Jahren habe es eine weitere Innovation gegeben - das Blutdruckmessgerät für Jedermann. Dem elektronischen Wandel folgte das Unternehmen und brachte so im Jahr 1985 eines der ersten digitalen Fieberthermometer unter der Marke Domotherm auf den Markt. Rainer Uebe habe dann im Jahr 1989 den Zykluscomputer entwickelt, der im gleichen Jahr den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft und zwei Jahre später den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg erhielt. In der langen Firmengeschichte habe sich einiges getan, so Philipp Uebe, und er sei stolz, ein Teil davon zu sein.

Sein Bruder Felix Uebe betonte, dass man bei allem auch ihre Mutter nicht vergessen dürfe, die ihren Mann unterstützt habe. Weiter gab er noch einen Überblick über das Programm. Die Heimatverbundenheit des Unternehmens zeige sich auch darin, dass das Abendessen aus Produkten aus der Region stamme. Für diesen Tag habe man auch extra einen Bierkrug im Uebe-Design entwickelt.

Die Grüße der Stadt Wertheim überbrachte Dezernatsleiter Helmut Wießner. In der heutigen Zeit sei ein Firmenjubiläum von 125 Jahren selten. Es zeuge von gutem Unternehmergeist und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Thermometermuseum sei eine neue Attraktion für die Stadt Wertheim.

Fünfte Generation

In der fünften Generation sei das Familienunternehmen Uebe nun tätig. Das sei keine Selbstverständlichkeit, betonte Sebastian Sturm, Ortsvorsteher von Reicholzheim. Die Gemeinde schätze das Unternehmen sehr, da es viele Arbeitsplätze biete und auch die örtlichen Vereine unterstütze. Mit ihren Produkten helfe Uebe Menschen, ihren Körper zu verstehen.

Im Anschluss wurde das Thermometermuseum im Untergeschoss des Verwaltungsgebäudes eröffnet. Dr. Hans-Hermann Fahrenkrog berichtete, wie es zu dieser Idee kam. Als früherer Leiter des Instituts der Forschungsgemeinschaft für technisches Glas begann er, Thermometer und auch andere physikalische Messgeräte zu sammeln. So kam er im Jahr 2009 mit Rainer Uebe in Kontakt, der ihm erzählt habe, dass er einige Maschinen aus der stillgelegten Thermometerherstellung aufgehoben habe und man damit ein Museum aufbauen könne. Doch durch den frühen Tod des Unternehmers konnte das Vorhaben zunächst nicht umgesetzt werden. Erst als im Jahr 2012 die Aktennotiz gefunden wurde, habe man das Projekt wieder aufgenommen. Sein Dank gelte neben dem Unternehmen auch den zahlreichen Sponsoren, Privatleuten und Firmen, die zahlreiche Sammlerstücke zur Verfügung stellten. So seien über 1000 Thermometer im Museum untergebracht.

Neben Thermometern, insbesondere Fieberthermometern aus der ganzen Welt, können die Besucher auch die komplette Produktionsstraße für Fieberthermometer mit Originalmaschinen wie Druckpresse für Skalen, Skalenmessgeräte oder Schneidemaschine betrachten. Die Beschriftungen informieren aber auch über viele physikalische Messgeräte wie optische Pyrometer oder exotische Temperaturanzeiger wie Segerkegel und Sprinklerampullen. Zur Eröffnung sahen die vielen Besucher auch eine Vorführung des Thermometerblasens.

Ein weiterer Programmpunkt des Festtages waren Führungen durch Lager und Versand.

Musikalisch begleitet wurde das Fest von den "Reichelzer Buwe", und auch für die Kinder war ein Rahmenprogramm geboten. Außerdem waren einige historische Traktoren ausgestellt. Am Abend konnten sich die Besucher dann über einen Liveact freuen. kem

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 30.06.2015
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