Reisebüros fürchten weitere Insolvenzen

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jor
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Wann wir alle wieder ohne Einschränkungen reisen können, bleibt weiterhin unklar. © dpa

Eigentlich will er positiv bleiben. Mut machen. Aber so einfach ist das nicht. Schon bei der Terminabsprache per Mail schreibt Steven Mathes: „Wir müssen ja in Rheinland-Pfalz für den Kundenkontakt unser Reisebüro geschlossen halten – Vollkatastrophe.“ Mathes ist selbstständiger Reisebüroinhaber in Lingenfeld und zudem Mitglied im Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR). Momentan, sagt er, geht fast nichts. „Der Januar ist eigentlich einer der stärksten Buchungsmonate mit 25 bis 30 Buchungen am Tag.“ Jetzt seien es etwa zwei in der Woche.

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Durch den VUSR hat Mathes einen guten Überblick über die Branche: „Es hat schon einige Insolvenzen gegeben – 300 bis 400 Stück.“ Die Überbrückungshilfen der Regierung und auch die Kurzarbeit würden trotzdem viele Inhaber retten. „Ohne diese Maßnahmen könnten wir die Krise nicht überstehen.“

Laut dem Deutschen Reiseverband gibt es rund 11 000 Reisebüros und etwa 2300 Reiseveranstalter in Deutschland. Namhafte Insolvenzen hat es bereits gegeben, wie der FKK-Reisespezialist Oböler oder auch die Reisebürokette Bühler. „Und die werden auch nicht die letzten gewesen sein“, sagt Mathes.

Dem Reisebüroinhaber liegen seine Kunden am Herzen. Er spricht viel über sie, setzt sich für sie ein, überlegt sich neue Formate, um auch in diesen Zeiten Kontakt zu halten. Immer positiv bleiben – das will er vor allem für sie. „Damit wir den Kunden ihre schönste Zeit im Jahr auch weiterhin ermöglichen können.“

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