Elektromobilität - Unternehmen startet in Wiesloch eine zweite Produktionslinie für Ladestationen Heideldruck stockt auf

Von 
Tatjana Junker
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Im Geschäft mit Wallboxen will Heideldruck künftig zweistellig wachsen. © HDM

Wiesloch. Heidelberger Druckmaschinen will stärker vom wachsenden Markt für Elektromobilität profitieren und stockt dafür seine Kapazitäten auf: Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, geht am Stammsitz Wiesloch eine zweite Produktionslinie für Wallboxen in Betrieb – also Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Bis April sollen die bisherigen Fertigungskapazitäten damit in etwa verdoppelt werden.

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Die bisherigen Kapazitäten seien voll ausgelastet, so Rainer Hundsdörfer, Vorstandschef von Heidelberger Druckmaschinen. „Mit der Inbetriebnahme einer zweiten Produktionslinie können wir die hohe Kundennachfrage besser bedienen. Damit treiben wir unsere Wachstumspläne im vielversprechenden Markt der Elektromobilität konsequent voran“, sagte er. Bisher ist das Geschäft mit den Ladestationen für Heidelberger Druckmaschinen ein Nischensegment: Der Umsatz bewegt sich laut einem Sprecher im niedrigen einstelligen Millionenbereich – insgesamt machte der Konzern zuletzt einen Umsatz von mehr als 2,3 Milliarden Euro. Künftig wolle man im Geschäft mit den Wallboxen zweistellig wachsen.

Vertrieb auch im Ausland

In dem Bereich arbeite ein Kernteam von rund 50 Beschäftigten. Das Unternehmen produziert seit Sommer 2018 die Wallbox Home Eco, vor allem für den privaten Bereich. Sie wird seit Jahresanfang nicht mehr nur in Deutschland, sondern auch in mehreren europäischen Ländern vertrieben. Seit einigen Monaten hat das Unternehmen ein zweites Modell im Portfolio, mit dem bis zu 16 Elektrofahrzeuge gleichzeitig geladen werden könnten – zum Beispiel auf Firmen- oder Hotelparkplätzen. In den letzten beiden Jahren habe man insgesamt mehr als 35 000 Wallbox-Systeme verkauft. Mit der Erweiterung der Produktion erreiche man eine jährliche Kapazität, die deutlich über dieser Zahl liege.

Redaktion Wirtschaftsreporterin