Opel gibt erste Schritte für den Umbau bekannt

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mid Groß-Gerau - Mit der Übernahme des deutschen Autobauers Opel durch den französischen PSA-Konzern geht ein Umbau des Unternehmens einher. Die Produktion in den deutschen Standorten - hier Rüsselsheim - ist laut Opel nicht in Gefahr.

© GM Company

Im Rahmen der Übernahme durch PSA wird Opel gesellschaftsrechtlich neu aufgestellt. Im ersten Schritt wird aus der Adam Opel AG eine GmbH. Die Opel Group GmbH wird in einem nächsten Schritt in die Adam Opel GmbH überführt. Damit soll garantiert werden, dass in Zukunft alle europäischen Geschäfte von Opel unter dem Dach einer Gesellschaft gebündelt sind.

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Diese strukturellen Veränderungen werden zu einer weniger komplexen Organisationsstruktur führen, heißt es in einer Opel-Mitteilung. Sie sollen bereits im Laufe des zweiten Quartals 2017 umgesetzt werden. Die Umwandlung in eine GmbH habe auf die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmerseite keine Auswirkungen. Diese werden durch einen neuen Mitbestimmungstarifvertrag abgesichert, teilt der Gesamtbetriebsrat mit. Ebenfalls erhalten bleiben die bestehenden Tarifverträge. Auch alle weiteren Vereinbarungen, die zwischen Unternehmen und Arbeitnehmervertretung getroffen wurden, sollen nach einer Integration von Opel/Vauxhall in den PSA-Konzern Bestand haben. Dies schließe auch Fragen zur künftigen Auslastung des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim mit ein.

Auch die Produktionspläne für Eisenach und das Stammwerk in Rüsselsheim sowie - laut Gesamtbetriebsrat - für Kaiserslautern sind abgesichert. In Eisenach rollt ab 2019 der Nachfolger des Mokka X vom Band. Die Belegschaft in Rüsselsheim wird ab Ende der Dekade ein großes SUV prodzieren. Darüber hinaus wurden für beide Standorte auch Investitionen für den Export von Schwestermodellen einer anderen GM-Marke bestätigt.

Für die Überführung von Opel in den PSA-Konzern sind noch behördliche Genehmigungen erforderlich, zum Beispiel die Zustimmung der EU-Kommission.