Fast jedes fünfte Kind in Baden-Württemberg von Armut bedroht

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dpa/lsw
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Südwest. In Baden-Württemberg ist fast jedes fünfte Kind von Armut bedroht - das geht aus einem Bericht des Sozialministeriums hervor. "Dagegen müssen und wollen wir als Landesregierung etwas tun", betonte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Samstag bei der Vorstellung des Berichts "Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg". Die Corona-Pandemie könnte auch Bildungsungleichheiten verschärfen, hieß es in dem Bericht. "Damit Kinder gut aufwachsen, bedarf es neben finanziellen Transferleistungen einer öffentlichen Infrastruktur, die eine gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder ermöglicht", so Lucha.

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Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung Baden-Württembergs seien unter 18-Jährige damit stärker belastet. Ein besonders hohes Armutsrisiko haben Kinder demnach von langzeiterwerbslosen und alleinerziehenden Eltern, Mädchen und Jungen aus kinderreichen Haushalten und Kinder mit Migrationshintergrund.

14 Prozent der armutsgefährdeten Haushalte mit Kindern geben an, die Wohnung nicht angemessen heizen zu können. In mehr als einem Drittel der Fälle konnten demnach abgewohnte Möbel nicht ersetzt werden. 16 Prozent der Jugendlichen haben nach eigenen Angaben zu wenig Geld, um die gewünschten Freizeitangebote wahrzunehmen. Kostenlose Angebote vor Ort sind vielen Jugendlichen nicht bekannt.

Innerhalb Baden-Württembergs zeigen sich nach der Erhebung erhebliche regionale Unterschiede: So lag in den Regionen Mittlerer Oberrhein und Ostwürttemberg die Armutsgefährdungsquote der unter 18-Jährigen bei 17 Prozent; in der Stadt Stuttgart waren demnach 24 Prozent der unter 18-Jährigen armutsgefährdet.

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