Viernheim

Handball Abteilung stellt die Mannschaft für die Badenliga vor / Neuer Trainer Frank Herbert hat das Ziel nach dem Oberliga-Abstieg klar umrissen

„Wer attraktiv spielt, spielt erfolgreich“

Archivartikel

Viernheim.„Wer attraktiv spielt, der spielt auch erfolgreich.“ Frank Herbert hat die Vorgabe für die neue Saison klar gesteckt. Nach einem Jahr in der Baden-Württemberg-Oberliga und dem Abstieg zurück in die Badenliga wollen die Handballer des TSV Amicitia in der kommenden Runde nicht nur ansehnlichen Handball spielen, sondern ein gewaltiges Wörtchen um die Tabellenspitze mitreden. Das bekräftigte der neue Trainer der Herren bei der offiziellen Mannschaftspräsentation, die der Handball-Förderverein Viernheim ausgerichtet hatte (wir haben bereits berichtet).

Frank Herbert ist in Viernheim kein Unbekannter, auch wenn seine aktive Zeit schon länger zurückliegt: „Von 1986 bis 1991 habe ich beim TSV gespielt“, erinnert sich der Coach, der anschließend noch als Spielertrainer aktiv war und dann seine Trainerkarriere begann. Zuletzt betreute er das Bundesliga-A-Jugend-Team der Rhein-Neckar-Löwen. Er kennt die Arbeit mit jungen Spielern, das kommt ihn bei seiner Station in Viernheim sehr entgegen. Denn der Kader, fast runderneuert, hat ein sehr junges Durchschnittsalter. Mit den jungen und erfahrenen Akteuren, mit den Neuzugängen und den bisherigen Spielern hat der Trainer in der Vorbereitung vor allem an der Abwehr gearbeitet.

In zahlreichen Testspielen und Turnieren hat sich die Spielweise gefestigt und verfeinert – obwohl das Team nicht optimal durch die Vorbereitung kam. „Verletzungen haben uns immer wieder aufgehalten, manchmal war kein einziger Rückraumspieler im Training“, erinnert sich der Trainer nicht gern, dass er seine geplanten Trainingsinhalte oft umstellen musste. Für den Saisonstart am kommenden Samstag um 19.30 Uhr sind die Herren 1 jetzt aber bestens gerüstet – und das müssen sie auch sein, denn die Badenliga startet gleich mit dem Hessen-Derby gegen den TSV Birkenau. „Da holen wir uns die Punkte“, ist auch Co-Trainer Mirco Ritter optimistisch.

Mannschaftsgeist stärken

Neben dem spieltechnischen und -taktischen Training dient die Vorbereitung auch dazu, den Mannschaftsgeist zu stärken. Das Team hat nach dem Oberliga-Abstieg einen Umbruch erfahren – zehn Spieler haben den Verein verlassen, neun Neue sind nach Viernheim gekommen. Wie bisher im spielen Patrick Koch, Dennis Hoffmann, Dominik Seib, Holger Hubert, Marcel König, Jan Willner und Jannik Geisler im TSV-Amicitia-Trikot.

Die Neuzugänge standen aber besonders im Blickpunkt, als Abteilungsleiter Ralf Schaal die Mannschaft vorstellte und mit jedem Akteur ein kleines Interview führte. Leon Schaal und Philipp Oswald stammen aus der eigenen Jugend und spielten in der vergangenen Saison schon bei den Herren 2. „Die gibt’s ja noch, wenn es bei den Herren 1 nicht klappt“, sieht Schaal die Badenliga als Chance, sich weiter zu verbessern. „Ich war noch nie so fit“, hatte Oswald eine optimale Vorbereitung. Da war Robin Helbig fast anderer Ansicht: „Die Vorbereitung war doch entspannt“, bekannte der Rückkehrer aus Birkenau mit einem Augenzwinkern. Dymal Kernaja berichtete von den guten Gesprächen mit dem Trainer, die ihn bewogen haben, von Heddesheim nach Viernheim zu wechseln.

So ähnlich ging es Philipp Schmitt: „Ich bin dem Trainer gefolgt“, gibt der Spieler zu, der in der Jugend bei der JSG Leutershausen/Heddesheim unter Frank Herbert spielte. Der Coach darf dagegen bei seinem Sohn Julius weniger reden. „Der Trainer ist im Auto bei der Heimfahrt vom Spiel ruhig“ erzählt der Junior, der von der SG Nußloch wechselte, von der Vereinbarung mit dem Vater. Torhüter Raul Lazaro Garcia kann kurz vor dem Rundenstart schon bestätigen, dass der Teamgeist hervorragend ist. So hat man auch noch einen weiteren Neuzugang bestens aufgenommen: Pal Megyeri kommt aus Ungarn und hat sich dem TSV Amicitia angeschlossen. Die Verständigung funktioniert noch per Englisch, aber ein paar deutsche Ausdrücke hat Meygeri schon angenommen. „Auf geht’s“ und „linksaußen“. Erst in der vergangenen Woche haben die Handballer dann noch einmal einen Wechsel durchgeführt.

Tobias Seel ist zurück beim TSV Amicitia, nachdem der Linkshänder eigentlich eine Handballpause einlegen wollte. Ronny Unger, der wie Nils Nasgowitz von der TSG Friesenheim 2 kommt, ist der Jüngste im Team und hat daher besondere Aufgaben. „Ich verteile die Trikots“, nennt er ein Beispiel und verspricht: „Bis zum ersten Spiel weiß ich auch, wer welche Nummer hat.“

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