Viernheim

Gerdi Gutperle Ausstellung in der Heidelberger Straße kann noch bis zum 4. November besichtigt werden / Gemalt oder fotografiert?

Kunst entdeckt das Viernheimer Kreuz

Archivartikel

Viernheim.Bei der Vernissage zur neuen Ausstellung im Kunstraum Gerdi Gutperle erfuhren die Besucher, dass das Viernheimer Kreuz endlich auch von der Kunst entdeckt wurde. Sichtbar wird diese Entdeckung im Titel der neuen Ausstellung „Viernheimer Kreuz“. Damit würdigen der Maler Christian von Grumbkow und der Fotograf Michael Utz die Verdienste des Kunstraums Gerdi Gutperle.

Hier konnten schon viele Künstler aus dem In- und Ausland ihre Werke präsentieren. Hier erhielten junge Künstler die Chance, ihre Arbeiten den Kunstfreunden der Region vorzustellen.

Außergewöhnlich wie der Titel der Ausstellung sind auch die Exponate. Es sind eigene und gemeinsame Arbeiten des Malers Christian v, Grumbkow und des Fotografen Michael Utz. Sie verbindet die Kunst der Verschmelzung von Malerei und Fotografie zu einer neuen Ebene.

Man kann ihre gemeinsam geschaffenen Werke auch als „künstlich gemalte Fotografie“ bezeichnen, denn die informelle Malerei und die Fotografie verschmelzen zu neuer Einheit.

Der Betrachter steht staunend und bewundernd vor diesen Großformaten und fragt sich, ist dieses packende Landschaftsmotiv gemalt oder fotografiert? Sein künstlerisches Interesse wird umso größer, wenn zwei dieser Exponate miteinander korrespondieren. Besonders eindrucksvoll erkennt man dies bei den Bildern des Themas „Rock’n Fog“, an der zauberhaften Studie „La Somme“ und an seinen Wasserbildern wie „Zwei Meere“.

Experimente mit Farben

Wenn Farben ausschließlich dabei im Spiel sind, dann findet man bestätigt, dass der Maler mit bestimmten Farbnuancen experimentiert. Am deutlichsten empfindet man dies an seinen Motiven „Küste gelb“ und „Küste blau“. Bei diesen Darstellungen kommt es den Künstlern nicht darauf an, was gezeigt werden soll, sondern wie Bilder entstehen, die gezeigt werden.

Hier wird erkennbar, dass Malerei und Fotografie keine getrennten Kunstbereiche sind, sondern dass es zwischen beiden Formen viele gemeinsame Wege der Gestaltung gibt. In den getrennten Bereichen des Kunstraums können die Künstler ihre eigenen und die gemeinsam geschaffenen Werke präsentieren.

Diese Aufgliederung bietet den Besuchern der Ausstellung ideale Möglichkeiten des Vergleichens. Jedenfalls eröffnet sie den Besuchen eine neue Sicht künstlerischen Gestaltens aus einer Perspektive, die der Kunsthistoriker Karlheinz Treiber mit dem Hinweis beschrieb: die beste Lehrerin für das Kunstverständnis ist die Natur.

Die Ausstellung „Viernheimer Kreuz“ kann bis 4. November besucht werden. Die beiden Künstler und die vielen Gäste der Vernissage wurden eingangs von Gerdi Gutperle herzlich begrüßt. Als nächsten Höhepunkt im Kunstraum kündigte sie einen Vortrag am 19. September um 18 Uhr mit Steffen Lohrer an. Er spricht über das Thema „Mehr Gelassenheit und Zufriedenheit im Alltag und im Job“.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional