Viernheim

Europa braucht Partner

Archivartikel

Wolfram Köhler zum Viernheimer Wahlergebnis

Viernheim hat gewählt – und ein positives Zeichen gesetzt: Nach der erschütternd schwachen Wahlbeteiligung vor fünf Jahren haben sich wieder deutlich mehr Bürger für die europäische Frage interessiert. Dass darunter etliche sind, die auf Abgrenzung setzen und an den alten Nationalstaaten festhalten, kommt wenig überraschend. Sei’s drum. Demokratie muss solche Positionen aushalten und sie tut es auch. Die große Mehrheit, die das Miteinander als einzige Zukunftschance für den Kontinent sieht, ist aber auch nach der Abstimmung gefordert.

Viernheimer Schüler haben es in den vergangenen Wochen vorgemacht: Bei Treffen in Gastfamilien, Kulturprogrammen und Betriebspraktika sind sie den Nachbarn ein gutes Stück nähergekommen. Neues Leben verdient haben auch die Städtepartnerschaften. Das gilt für Rovigo in Italien, das französische Franconville und nun auch für Mlawa, die Kleinstadt in Polen, mit der Viernheim im Sommer Verschwisterung feiern wird.

Nicht aus den Augen verlieren darf Viernheim unterdessen die Freunde aus Potters Bar. Denn die gemeinsame Geschichte geht weiter – unabhängig davon, wie die Politik das Brexit-Chaos eines Tages enden lässt. Für solche privaten Beziehungen nach England lautet die Devise: Jetzt erst recht!

 
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