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Fußball-Kreisoberliga FSG Riedrode siegt und profitiert vom Remis in Lampertheim / VfR Bürstadt muss als Vize in die Aufstiegsrunde

Meisterjubel dank Schützenhilfe

Archivartikel

Ried.Im Kampf um die Meisterschaft in der Kreisoberliga Bergstraße haben sich der VfR Bürstadt und die FSG Riedrode ein nervenaufreibendes Fernduell geliefert, bei dem die FSG am Ende jubeln durfte. Der 8:1 (2:1)-Kantersieg gegen den SC Olympia Lorsch alleine hätte den Riedrodern noch nicht zum Titel gereicht, doch da der TV Lampertheim beim 2:2 (1:0) gegen den VfR Bürstadt die nötige Schützenhilfe leistete, herrschte auf dem Waldsportplatz in Riedrode unbändiger Jubel. Für den VfR geht es als Vizemeister in der Aufstiegsrunde gegen den SV Geinsheim (Zweiter Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau) und den SC Hassia Dieburg (Zweiter Kreisoberliga Dieburg/Odenwald) um den Einzug in die Gruppenliga. Der FC Alemannia Groß-Rohrheim verabschiedete seinen Coach Hamzalija Elezovic mit einem Sieg. Der FV Hofheim holte vor dem Gang in die A-Liga noch ein Remis.

FSG Riedrode – Olympia Lorsch 8:1

„Mein Dank geht an den TV Lampertheim“, wusste der FSG-Spielausschussvorsitzende Wilfried Kungl, das selbst der Fünferpack von Sinisa Pitlovic (27., 45+3., 58., 66., 76.) gegen Lorsch im Kampf um die Meisterschaft nicht den Titel gebracht hätte, wäre aus der Spargelstadt keine Schützenhilfe erfolgt. „Vor der Leistung des VfR Bürstadt und seinem Trainer Karl-Heinz Göbel muss man allerdings großen Respekt haben. Sie haben 2019 kein Spiel verloren und ich hoffe, dass sie uns über die Aufstiegsrunde in die Gruppenliga folgen“, dachte Kungl schon weiter. „Nach unserem Comeback-Sieg bei Anatolia Birkenau habe ich meiner Mannschaft gesagt, dass wir am kommenden Sonntag Meister werden. Es gibt eigentlich nichts besseres, als am letzten Spieltag auf eigenem Platz Meister zu werden“, war Duro Bozanovic, der die Riedroder gemeinsam mit Andreas Keinz coacht, einfach nur überglücklich. „Wie die Mannschaft diese vielen Verletzungen immer wieder weggesteckt hat, das war einfach bewundernswert“, lag nicht nur das Interesse von Wilfried Kungl spätestens nach dem 5:1 ganz bei den Geschehnissen in Lampertheim. „Ein weiteres Tor hätte dem VfR dort ja zur Meisterschaft gereicht“, war sich Kungl bewusst.

TV Lampertheim – VfR Bürstadt 2:2

„Das war ein Spiel ohne Verschnaufpausen mit 90 Minuten hohem Tempo auf beiden Seiten“, empfand TVL-Betreuer Carsten Heldmann die Punkteteilung gegen den als Spitzenreiter ins Lampertheimer Sportzentrum Ost angereisten VfR als gerechtes Resultat. Nach 33 Minuten brachte Nicolas Herwehe den TVL mit 1:0 in Führung. Der VfR benötigte einen Sieg, um angesichts des besseren direkten Vergleichs gegenüber der FSG Riedrode als Meister durchs Ziel zu gehen. In der 51. Minute schien René Salzmann den Traditionsverein aus Bürstadt mit dem 2:0 schon aus allen Titelträumen gerissen zu haben, da schlug der VfR durch Besim Reka (58.) und Christoph Schamber (61.) per Doppelschlag zum 2:2 zurück. Den Gästen fehlte nun noch ein Tor zum Titel, das fiel jedoch nicht mehr. Entsprechend war die Stimmung bei den Bürstädtern. „Natürlich ist die Enttäuschung jetzt erstmal groß. Aber man darf nicht vergessen, dass wir mit dem TVL bei der zweitstärksten Heimmannschaft gespielt haben. Wir haben 69 Punkte geholt und eine tolle Saison gespielt. Jetzt stehen uns noch zwei schwere Spiele in der Aufstiegsrunde bevor“, hatte VfR-Trainer Göbel den Rückschlag schnell eingeordnet.

Groß-Rohrheim – W.-Michelb. II 3:2

„Dieser Heimsieg ist für uns ein schöner Saisonabschluss und der richtige Rahmen, um unseren Trainer Hamzalija Elezovic zu verabschieden“, nahm der FCA-Vorsitzende Klaus Anthes den 3:2-Sieg gegen Eintracht Wald-Michelbach II gern zur Kenntnis. Ebenso die Tatsache, dass die Alemannia mit Marcel Eckhardt den besten Torjäger der Kreisoberliga stellt.

FV Hofheim – KSG Mitlechtern 2:2

Mit einem 2:2 gegen Mitlechtern verabschiedete sich der FV Hofheim Richtung Kreisliga A. „Ich bin froh, dass diese Runde endlich rum ist. Dieses Spiel war ein Spiegelbild unserer Saison. Wir spielen 25 Minuten richtig stark und gehen durch Tobias Haser und Marcel Mackemull mit 2:0 in Führung. Danach machen wir viele Fehler und es geht 2:2 aus“, befand Spielertrainer Oliver Schader.

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