Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga Beim 31:24-Erfolg über Heppenheim bestätigt die Schmied-Sieben ihren Aufwärtstrend

Lampertheimer Plan geht auf

Archivartikel

Lampertheim.Die Formkurve des TV Lampertheim zeigt zum Saisonende hin wieder deutlich nach oben: Die Bezirksoberliga-Handballer aus der Spargelstadt befinden sich in den letzten Wochen wieder im Aufwärtstrend, nachdem allerdings schon im Januar und Februar die Chance auf eine Top-Drei-Platzierung verspielt wurde. „Jetzt ist unser Ziel Platz vier“, erklärte TVL-Trainer Achim Schmied nach dem souveränen 31:24 (14:13)-Heimsieg gegen den HC VfL Heppenheim.

„Das war ein richtig gutes Spiel von uns“, so der Coach. „Wenn wir so in den letzten vier Partien auftreten, dann werden wir noch einige Punkte holen und können uns noch weiter verbessern“, ist Schmied überzeugt, nachdem sein Team durch den Derby-Erfolg gegen den seitherigen Tabellennachbarn aus der Kreisstadt von Rang sechs auf fünf geklettert ist.

Platz vier als Ziel

„Unser Plan ist komplett aufgegangen. Wir wollten mit gutem, aber nicht übertriebenem Tempo Heppenheim müde machen. Es war klar, dass wir in der Breite besser besetzt sind, als der HC VfL und das hat sich dann in der zweiten Hälfte auch deutlich gezeigt“, freute sich der Lampertheimer Trainer.

Die ersten Hälfte verlief noch recht ausgeglichen, aber schon früh wurde deutlich, dass Heppenheim mit der 5:1-Deckung der Spargelstädter große Probleme hat. Nicolas Glanzner, der die vorgezogene Position einnahm, setzte die Gäste-Spieler immer wieder unter Druck und verleitete sie zu Fehlern. „Nico hat das ganz ausgezeichnet gemacht. Überhaupt: Er war in Top-Form“, freute sich Schmied. „Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff war er absolut dominierend.“ So war es auch Glanzner, der mit einem Doppelschlag zum 11:6 (17.) die erste Fünf-Tore-Führung der Lampertheimer markierte. Aber noch gab sich der HC VfL nicht geschlagen, verkürzte auf 9:12 und kurz vor der Pause auf 13:14. „Sorgen habe ich mir da aber keine gemacht. Ich war überzeugt, dass wenn wir so weiterspielen, es ein sicherer Sieg wird“, so Schmied, der tatsächlich Recht behalten sollte. Bis zum 18:18 (39.) reichte bei den Heppenheimern noch die Kraft, dann gerieten sie in doppelte Unterzahl, was Lampertheim zusätzlich in die Karten spielte. Beim 24:18 (46.) waren die Weichen auf Sieg gestellt, beim 29:22 durch Tim Pfendler die Punkte in trockenen Tüchern. Apropos Tim Pfendler: Der gerade erst aus der A-Jugend gekommene Kreisläufer musste diesmal viel Verantwortung übernehmen. Nachdem Benjamin Eschenauer schon in der 36. Minute seine dritte Zeitstrafe kassierte und damit die Rote Karte sah, übernahm der Nachwuchsakteur dessen Position vorne am Kreis und – noch wichtiger – die zentrale Deckungsposition hinten Mitte.

Lob für Pfendler

Achim Schmied war zwar überzeugt, dass Pfendler diese Aufgabe lösen wird, aber die Art und Weise begeisterte ihn dann völlig: „Er hat das wie ein alter Hase gemacht. Man hat nicht gemerkt, dass da jetzt ein ganz junger Spieler steht. Im Gegenteil. Das war richtig klasse“, lobte der Coach. „Nicolas Glanzner und er haben aus einer wirklich starken Teamleistung herausgeragt. Dass wir uns diesen Sieg verdient haben, daran bestand wirklich kein Zweifel“, zog Schmied ein sehr positives Fazit.

TVL-Tore: Glanzner (10), Zielonka (7/3), Pfendler (3/1), Eschenauer, Karb, Gaebler (je 2), König, Strubel, Bohrmann, Lochbühler, Nieter (je 1). me

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