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Spieler der Woche Anthony Staudigl schießt C-Ligist Eintracht Bürstadt II nach oben

Der variable Torproduzent

Bürstadt.„Ich glaube da ist allen ein Stein vom Herzen gefallen, mir übrigens auch“, sagt Anthony Staudigl, wenn er an seine Tore zum 3:1 und 4:1 beim 4:1-Heimsieg von Eintracht Bürstadt II im C-Liga-Derby gegen Birlikspor Biblis denkt. „Das war schon ein enorm wichtiger Sieg für uns“, bekennt der 25-jährige.

Nach dem Heimsieg über Birlikspor blieb die Reserve des Gruppenligisten in der Erfolgsspur und beim 3:1-Auswärtssieg bei der SG Gronau erzielte Staudigl das 2:0 für die Gäste aus der Sonnenstadt. „Es hätten auch wieder zwei Tore von mir sein können, wenn der Schiedsrichter einmal nichts dagegen gehabt hätte“, bedauerte Staudigl.

Viel mehr freut den Torjäger allerdings, dass der ETB II im Bensheimer Ortsteil der Sieg gelang. „In Gronau haben wir bisher noch nie gewonnen“, ist Staudigl froh, dass die Grün-Weißen in der noch jungen Saison in der C-Liga endlich zwei Siege in Folge landen konnten. „Unser Kader hat sicherlich das Zeug, um in der C-Liga oben mitzuspielen“, ist Staudigl davon überzeugt, dass die zweite Mannschaft der Grün-Weißen mit Platz sieben noch nicht da steht, wo sie eigentlich hingehört.

Potenzial für die Spitze

Dieser Auffassung ist auch Staudigls Trainer Amir Nur, der die Zweite der Eintracht vor der Runde übernommen hat. „Wir haben das Potenzial, um oben mitzuspielen, aber dafür müssen wir natürlich auch unsere Chancen nutzen“, ist Nur froh, dass bei Staudigl die Torproduktion derzeit mit fünf Toren aus fünf Spielen gut läuft. Dabei waren es vor dem Gronau-Spiel zuvor jeweils Doppelpacks, denn nicht nur im Heimspiel gegen Birlikspor, sondern auch beim 3:1-Erfolg beim FC Ober-Abtsteinach II traf der Bürstädter doppelt. „Zuletzt habe ich ihm ja auch Freiheiten gegeben und in die Offensive nach außen beordert, nur vor dem Heimspiel gegen Hüttenfeld habe ich vergessen ihm zu sagen, dass er durchaus auch ins Eins gegen Eins gehen und mal Fehler machen kann, da haben wir dann knapp mit 2:3 verloren“, ist auch Nur aufgefallen, dass der C-Ligist aus Bürstadt gewinnt, wenn Staudigl trifft.

„Das Vertrauen des Trainers zu spüren, ist mir schon wichtig und nachdem ich gegen Birlikspor später auf die Außenbahn beordert wurde, habe ich dem Coach ja auch angekündigt, dass ich da etwas reißen werde. Das hat ja auch mit dem 3:1 recht schnell geklappt“, berichtete Staudigl.

„Ich habe ihm dann zugerufen, ,Warum machst du das denn nicht gleich so?’‘“ sagt Coach Nur mit einem Schmunzeln. „Stimmt, das hat er mir zugerufen, aber auch mein Mitspieler Heiko Dexler hat das zu mir gesagt“, erzählt Staudigl mit einem Lachen.

„Anthony kannst du auf jede Position stellen, er gibt immer sein Bestes und er hat defensiv und offensiv seine Qualitäten“, lobt Nur die Vielseitigkeit von Staudigl, der bei ETB II auch schon die Position des Innenverteidigers innehatte. „Im Moment brauchen wir aber mehr seine offensiven Qualitäten“, sagt Nur.

„Ich spiele, wo der Trainer mich hinstellt, im Tor allerdings nicht unbedingt“, sagt der 25-Jährige. In Gronau rückte mit Mergim Dzackaj dabei bei der ETB II tatsächlich ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Bei der Eintracht fühlt sich Staudigl sehr gut aufgehoben. „Egal ob erste oder zweite Mannschaft, der Zusammenhalt hier ist enorm groß, das findet man so im Umkreis nicht mehr so schnell.“

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