Lampertheim

Visionen und Realitäten

Uwe Rauschelbach über das Konzept für die Innenstadt

Der Bürgermeister möchte die Autos in der Innenstadt am liebsten "unter die Erde bringen" - die FDP liebäugelt damit, den Autoverkehr wieder durch die Kaiserstraße zu leiten. Die SPD/FDP-Koalition möchte zumindest vorübergehend eine Mobilitätszentrale im Schiller-Café einrichten - vom Bürgermeister weiß man, dass er eine gastronomische Nutzung bevorzugt. Wie man sieht, hat es der Stadtumbau mit zahlreichen und teilweise divergierenden Gestaltungsvarianten zu tun, die offensichtlich auf unzählige Entwicklungspotenziale hinweisen.

Doch ist das wirklich so? Oder verführt der theoretische Reichtum an Optionen unter Umständen nicht auch dazu, die Möglichkeiten, die der Stadtumbau aktuell bietet, zu überschätzen? Fragen, die sich auch im Zusammenhang mit den Bemühungen um eine Neustrukturierung des Stadtmarketings oder eine Ankurbelung des Tourismus stellen. Gewiss wird es darauf ankommen, die Konzepte auf die Gegebenheiten in dieser Stadt abzustimmen, anstatt sich von urbanen Idealen und Utopien leiten zu lassen. Der Reiz des städtebaulichen Konzepts für das Areal zwischen Eleonoren-, Wilhelm- und Sedanstraße liegt in seiner visionären Kraft, die den realen Verhältnissen dennoch keine Gewalt antut.

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