Lampertheim

Manchmal muss es knirschen

Zum Bericht und Kommentar „Katholische Pfarreien: ’Alles im Fluss’“ vom 24. Oktober über die Beurlaubung von Pfarrer Patrick Fleckenstein.

Patrick Fleckenstein hat alte Strukturen reformiert und Neues begonnen, die vielleicht jemand anderes nicht geschafft hätte. Er kann auf Menschen zugehen und ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter begeistern. Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, diese sind aber nicht die Mehrheit. Bei dem allergrößten Teil der Gemeindemitglieder von St. Andreas, Mariä Verkündigung und Herz Jesu ist Pfarrer Fleckenstein geschätzt und sehr beliebt; von den Jüngsten im Kindergarten über die Jugendlichen und den Erwachsenen bis hin zu den Senioren.

Manche mögen sich vielleicht nicht in neuen Strukturen zurechtfinden oder sich gleich für andere Ideen begeistern lassen. Aber Pfarrer Fleckenstein versucht stets, alle Menschen jeden Alters miteinzubinden und auch die im „SHM“-Kommentar erwähnten „lokalhistorischen Traditionen“ zu würdigen.

Trotzdem muss sich die Kirche bewegen, um bei den Menschen wieder einen Stellenwert und Wichtigkeit zu bekommen. Dies ist in den vergangenen Monaten und Jahren seit Dienstantritt von Pfarrer Fleckenstein geschehen. Die steigenden Zahlen bei Trauungen, Taufen und auch der Gottesdienstbesuche sprechen eigentlich für sich und zeigen, dass der beschrittene Weg richtig ist für eine Kirche mit Zukunft. Auch die Öffnung nach außen für die Stadt und die Ökumene wurde angegangen und mit Leben gefüllt (zum Beispiel die Öffnung des Schwanensaals und die Zusammenarbeit bei Projekten mit den evangelischen Gemeinden).

Dass dies nicht alleine von einer Person getragen werden kann, dürfte jedem einleuchten, auch der Bistumsleitung. Leider gab es hier immer wieder Steine, die ihm in den Weg gelegt wurden. Stichwort Fusionierung: Diese wurde angegangen im Zuge der Strukturreform des Bistums, gemeinsam mit den verantwortlichen Gremien der Gemeinden Mariä Verkündigung und St. Andreas sowie Herz Jesu in Hüttenfeld. Gestoppt wurde sie in Mainz. Nicht in Lampertheim, denn die überwiegende Mehrheit der Gemeinden in Lampertheim und Hüttenfeld wollte die Fusion und trägt diese auch. Und manchmal muss es eben mal knirschen, damit sich was bewegt.

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