Lampertheim

Natur An der Veranstaltung „Die offene Gartenpforte Hessen“ beteiligen sich auch Pflanzenfreunde aus dem Ried / An Pfingsten fünf Oasen zu sehen

Grüne Schätze mit Wohlfühlgarantie

Archivartikel

Hofheim/Biblis.Während die Natur langsam aus dem Winterschlaf erwacht, sind neun Gartenfreunde im Ried schon emsig bei der Arbeit. Die Frauen und Männer mit dem grünen Daumen nehmen in diesem Jahr erstmals an der Aktion „Die offene Gartenpforte Hessen“ teil. Am Pfingstwochenende, 8. und 9. Juni, gewähren sie Zutritt in ihre kleinen und größeren Paradiese. „Mit allen Sinnen sollen die Besucher dann die fünf Gärten im Ried genießen“, erklärt Initiatorin Anette Jansen im Gespräch mit dem „Südhessen Morgen“. Dazu machen die Pflanzenfreunde aus Hofheim, Biblis und Wattenheim ganz unterschiedliche Angebote:

Kulisse für Kunst und Konzert: Anette Jansen und Andreas Brandl (Hofheim) gewähren Einblick in ihre 1000 Quadratmeter große grüne Oase mit Teich, Bachlauf und Pool. Darin zu finden sind Skulpturen aus Beton, Metall und Holz sowie viele andere Gestaltungselemente. Doch den beiden geht es nicht nur um die bildende Kunst. Ihr Garten soll auch zur Kulisse werden. Für ein kleines Konzert des Hofheimer Sängerquartetts Liederkranz etwa oder eine Lesung der Autorin Nicole Beisel, die ebenfalls in dem Lampertheimer Stadtteil zu Hause ist.

Denkmalgeschützter Hof: Christiane von Bezold sowie Leonie und Otto Keller (Hofheim) laden in einen denkmalgeschützten Bauernhof ein. In traditioneller Drei-Seiten-Bauweise schließt er sich direkt an die Hofheimer Bathasar-Neumann-Kirche an – geschmückt von einem kleinen Teich, Rosen, Stauden, Kräutern, Obst- und immergrünen Gehölzen sowie viel Naturstein. Die Kochschule, die sich im Haupthaus des Hofes befindet, überrascht mit Geschmacksgenüssen. Schönes fürs Auge bietet eine Ausstellung im renovierten Stall.

Mediterranes Flair: Martina Rausch und Hans Schader (Biblis) stellen ihren Garten vor, der durch üppige Rosenblüten und prächtigen Lavendel geprägt ist. Mittendrin: ein Freisitz mit mediterranem Flair. In ihrer rustikalen Scheune zeigen die beiden Öl- und Acryl-Malerei sowie Specksteinskulpturen.

Pfarrgarten zum Wohlfühlen: Walter Lausecker (Wattenheim), der sich seit Jahren um den alten Pfarrgarten in dem Bibliser Ortsteil kümmert, ist stolz darauf, dass eine Gruppe passionierter Hobbygärtner das zunächst vernachlässigte Grundstück in einen Wohlfühlort verwandelt hat. Dafür wurde sie mit dem Umweltpreis des Bistums Mainz ausgezeichnet. Die zentrale Rasenfläche auf dem 700 Quadratmeter großen Gelände wird von Blumen, Sträuchern und alten Bäumen eingerahmt. Sie bieten Futter für Bienen und Co., Insektenhotels stehen ebenfalls bereit. Derweil können Kulturfreunde am Aktionswochenende im Juni Stelen aus Metall und Stein sowie Glaskunst von Heinz Schader bewundern.

Sechs grüne Räume: Eva Bertz und Adrian Steier-Bertz (Wattenheim) präsentieren im Grün um die Kulturscheune in ihrem Ortsteil sechs Gartenräume – einen für Klang, einen für Ruhe, einen für Farbe, einen für Form, einen für Aroma und einen für Würze. Die Scheune im Mittelpunkt bietet eine besondere Atmosphäre für Live-Jazz, Wortkunst oder eine Fotoausstellung.

„Jeder dieser Gärten ist ein besonderer Schatz, den es zu entdecken gilt“, betont Organisatorin Anette Jansen. Auch das sei ein Anliegen der Teilnehmer. Das Ried habe viel zu bieten und müsse sich Besuchern von außen mehr öffnen, sind die Gartenfreunde überzeugt. Dazu könne die Gartenaktion einen Beitrag leisten. Zumal sie zeitlich mit dem Spargelfest zusammenfalle.

Die beiden Veranstaltungen könnten durchaus voneinander profitieren, meint Anette Jansen. „Wer das quirlige Treiben sucht, geht auf die Festmeile in Lampertheim. Und wer sich danach wieder nach ein wenig Ruhe sehnt, kommt ganz einfach zu uns.“

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