Lampertheim

Jahreshauptversammlung Kosten der Grundversorgung können nicht mehr gedeckt werden / Bau einer neuen Halle nötig / Mehr Mitglieder, voller Terminkalender

DLRG-Ortsverband erhöht Mitgliedsbeiträge

Archivartikel

Lampertheim.Ein sichtlich überraschter Helmut Wetzel nahm am Freitagabend das Verdienstabzeichen in Gold der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) entgegen. Rudolf Keller, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes, und Matthias Denner, der Vorsitzende im Kreis Bergstraße, verliehen Wetzel die hohe Auszeichnung im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement. Miroslaw Hunek und Jens Vogel freuten sich über ein Verdienstabzeichen in Silber.

Vorsitzende Susanne Hanselmann bedankte sich im Jahresbericht bei ihren Kollegen vom Vorstand, den Helfern der Wasserrettungseinheit, den Rettungswachgängern und den Übungsleitern. „Die DLRG Lampertheim kann zuversichtlich und optimistisch in das Jahr 2019 gehen.“, versicherte sie.

Die Berichte aus den einzelnen Abteilungen zeichneten ein positives Bild der vielfältigen Aktivitäten. Der Verein engagierte sich bei Wettkämpfen, Veranstaltungen und in der Jugendarbeit. Großes Interesse besteht nach wie vor an der Schwimmschule, besonders für die Anfängerschwimmkurse gibt es lange Wartelisten. Wegen der sanierungsbedingten Schließung des Lampertheimer Hallenbades findet das Training momentan in Mannheim und Worms statt.

Aufgrund des schönen Wetters war der Sommer 2018 für die Rettungswache mit viel Präventionsarbeit verbunden, die 27 Rettungsschwimmer leisteten rund 1112 Wachstunden. Auch für den Wasserrettungsdienst war es ein einsatzreiches Jahr. Bei verschiedenen Übungen und Lehrgängen bewiesen die Helfer ihren hohen Wissensstand und ihre Zuverlässigkeit. Die Ausbilder nahmen zahlreiche Schwimmprüfungen der unterschiedlichen Leistungsstufen ab.

Überschuss durch Einsparungen

Kassenwart Wetzel bezeichnete 2018 als „überdurchschnittlich gutes Jahr“. Der Kassenbericht schloss mit einem deutlichen Überschuss, der vor allem auf Einsparungen bei den Ausgaben zurückzuführen sei. „Die erfolgreiche Bilanz macht es mir schwer, auf den Tagesordnungspunkt der Anpassung des Mitgliedsbeitrages überzuleiten“, meinte Wetzel. Die letzte Erhöhung liege allerdings schon über 15 Jahre zurück und momentan könne der Verein die Kosten für die Grundversorgung nicht aus den Beiträgen decken. Die Versammlung beschloss eine Erhöhung des Jahresbeitrages auf 42 Euro für Erwachsene, 37 Euro für Kinder und 84 Euro für Familien.

Der Investitionsplan für 2019 sehe neben der Anschaffung technischer Geräte und Ausgaben für Lehrgänge vor allem den Kauf eines neuen Bootes vor, meinte der Kassenwart. Die Mitglieder ermächtigten den Vorstand, im Rahmen der Vereinsförderung bei der Stadt ein zinsloses Darlehen in Höhe von 6000 Euro zu beantragen. Das Geld werde dringend für den Bau einer neuen Halle benötigt.

Mit 447 ist die Zahl der Mitglieder gegenüber dem Vorjahr noch einmal gestiegen, rund ein Drittel davon sind Jugendliche unter 18 Jahren. Hanselmann verwies auf den vollen Veranstaltungskalender und hob die Großereignisse Spargelwanderung am 28. April sowie EWR-Triathlon am 30. Juni hervor, an denen die DLRG beteiligt ist.

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