Lampertheim

Sport TV Lampertheim richtet Kreismeisterschaften der jungen Leichtathleten aus / Spaß am Wettkampf im Mittelpunkt

Über 250 Kinder messen sich

Archivartikel

Lampertheim.In der Leichtathletik ist es wie in jedem anderen Sport auch: Alles steht und fällt mit dem Nachwuchs. Der Kreis Bergstraße veranstaltete am Samstag ab 10 Uhr im Adam-Günderoth-Stadion die Meisterschaften in den Altersklassen U 8 bis U 12. Als Ausrichter zeichnet seit 2016 der Turnverein Lampertheim (TV) verantwortlich, der einzige Club in der Kernstadt, bei dem diese Sportart ausgeübt werden kann.

„Wir haben heute hier über 250 gemeldete Teilnehmer, das bedeutet eine gute Resonanz“, gab sich Anja Hartmann zufrieden. Sie ist nicht nur Trainerin beim TV, sondern auch zuständig für die Kinderleichtathletik im Kreis. Sie sorgte gemeinsam mit Brigitte Hahl für die Organisation der Meisterschaft. Dafür mussten neben den beiden noch weitere vier Personen in die Hände spucken. Trotzdem stellte Hartmann fest: „Die Anzahl der ehrenamtlichen Helfer ist wie die der Kampfrichter leider rückläufig, immer weniger Menschen sind bereit, ihre Zeit zu opfern, damit ein solches Ereignis gestemmt werden kann.“

Reibungsloser Ablauf

Doch von diesen Sorgen war beim gesamten Ablauf nichts zu spüren, der lief nämlich reibungslos. Wie immer bei solchen Gelegenheiten war festzustellen, dass der Geräuschpegel steigt, je jünger die Protagonisten sind. Und das liegt in der Regel nicht an den Kindern. Mütter und Väter dokumentierten das Geschehen mit allerlei technischem Gerät und feuerten darüber hinaus ihre Zöglinge oft lautstark an.

Was in der Kinderleichtathletik an Wettkämpfen zu absolvieren ist, gibt der Deutsche Leichtathletik-Verband vor. Das bedeutet, es geht bei derlei Kräftemessen seit Jahren weniger um Zeiten, Weiten und Medaillen, sondern eher um ein spaßorientiertes und kindgerechtes Miteinander. „Einzelwertungen gibt es frühestens ab der U 12, bis dahin wird alles in der Mannschaft gemacht und gewertet. Die Verantwortlichen versuchen damit, den Druck nicht zu früh aufzubauen“, erklärte Anja Hartmann.

Erst die 13-Jährigen haben die klassischen Disziplinen inklusive Einzelklassement zu absolvieren. Die Meinungen, ob das zielführend ist, oder für eine gute sportliche Entwicklung eher kontraproduktiv, gehen weit auseinander. Am Samstag gab es etwa Disziplinen wie die Hindernis-Sprint-Staffel über 30 Meter oder den Staffelweitsprung. Bei Letzterem gilt es, mit einem möglichst weiten Satz in die Grube zu springen und dann in einen Ring zu laufen. Die Teams bestanden dabei aus sechs bis elf Aktiven, Jungen und Mädchen kämpften gemeinsam um Wertungspunkte.

Wer einer Stärkung bedurfte, der hatte Glück, dass sich zwei Ehepaare bereiterklärt hatten die Verkostung zu übernehmen.

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