Groß-Rohrheim

Jahreshauptversammlung Langjährige Mitglieder geehrt / Kluft zwischen Arm und Reich beklagt

Kögler im Amt bestätigt

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Steigende Mitgliederzahlen, finanziell und personell gut aufgestellt – so präsentierte sich der Ortsverband des Sozialverbandes VdK Groß-Rohrheim bei seiner Jahreshauptversammlung im Treff 21. Vorsitzende Gabriele Kögler begrüßte die Teilnehmer. Sie beklagte die Kluft zwischen Arm und Reich im Land. „Sie wird trotz stabiler Wirtschaftslage zunehmend größer“, stellte sie fest.

Der VdK sei ein „Erfolgsmodell“, in dem vor allem etwa 13 000 Ehrenamtliche die Betreuung in 1200 Ortsverbänden stemmen. Mit großer Sorge beobachte sie die zunehmende Spaltung der Gesellschaft in der immer mehr ältere Menschen nicht mehr von ihrer Rente leben könnten und auf staatliche Hilfe angewiesen seien. „Die Schere zwischen Wohlstand und Bedürftigkeit wird weiter auseinandergehen“, sorgte sie sich.

Hinzu komme der Mangel an bezahlbaren und barrierefreien Wohnung. Dem Leitbild des Sozialverbandes folgend, machte sie deutlich: „Wir lassen keinen allein. Für uns ist jeder wichtig!“

Die Vorsitzende berichtete von Vorstandssitzungen und den jeweils am ersten Donnerstag jeden Monats stattfindenden VdK-Sprechstunden im kleinen Sitzungssaal des Rathauses. Die gute Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes sei auch bei einem Grillfest und der Jahresabschlussfeier zu erkennen gewesen. Jubilare wurden ebenso besucht, es gab den immer beliebter werdenden Spielenachmittag bei Kaffee und Kuchen.

Altersarmut befürchtet

Kreisvorsitzender Georg Spilger, der auch als Wahlleiter zur Verfügung stand, klärte die Versammelten über die stufenweise Anhebung der Erwerbsminderungsrente auf. Zudem gab er Auskunft über die Mütterrente, die ab Januar 2019 für jedes vor 1992 geborene Kind bezahlt werde. „Das sind zirka 16 Euro im Monat“, stellte er fest. Dieser Betrag muss allerdings auch versteuert werden. Dass die Altersarmut komme, belegte er mit Beispielzahlen. So erhielten Rentner in Österreich durchschnittlich 1800 Euro. In Deutschland seien es etwa 1000 Euro. „Viel weniger als in anderen europäischen Ländern“, stellte er fest. Dringend legte er den Mitgliedern ans Herz, bei der Überprüfung des Pflegegeldes im Zweifelsfall die Hilfe des VdK in Anspruch zu nehmen.

Von einer gesunden Kassenlage berichtete Kassenführerin Maria Baach. Bei der turnusgemäß stattfindenden Wahl gab es keine Überraschungen. So wurde der geschäftsführende Vorstand mit Gabriele Kögler, Andrea Lang, Werner Graf, Maria Baach, Birgit Schneider, Margarethe Graf und Ingrid Kunzelmann-Menger gewählt. Als Beisitzer unterstützen Elisabeth Emich, Manuela Krieglstein, Irene Seum, Walter Milde und Erika Gabler die Vorstandsarbeit. Zum Kassenprüfer wurden Hans Kilp und Hans Stevanitsch gewählt. Als „Reserve-Kassenrevisoren“ wurden Klaus Krieglstein und Heinz Krauss bestimmt.

Außerdem wurden verdiente Mitglieder geehrt. Sie erhielten Präsente, Urkunden und Anstecker. Im Anschluss tauschte man sich bei Kaffee und Kuchen in harmonischer Runde weiter aus.

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