Bürstadt

Fest Bazar bei St. Michael erfreut sich großer Beliebtheit / Rund 100 Helfer an beiden Tagen im Einsatz

Volles Haus unterm Kirchturm

Archivartikel

Bürstadt.Zwei Tage lang feierten Besucher aus Bürstadt und der Umgebung im Schatten des Kirchturms den Bazar von St. Michael. Die etwa 100 Helfer um Organisationsleiter Manfred Hartmann verwöhnten nicht nur kulinarisch ihre Gäste auf das Beste, sondern sorgten auch für ein lauschiges Ambiente bei der Bar im Pfarrgarten.

Unter Lichterketten und im flackernden Licht einiger Fackeln sorgten Sabine Hofmann und Silke Kautzmann für Fröhlichkeit. „Wir waren ein super Team“, schwärmte Sabine Hofmann. Obwohl die Vorräte zwischendurch fast ausgegangen waren und für Nachschub gesorgt werden musste, waren die beiden Ehrenamtlichen begeistert: „Es hat super viel Spaß gemacht!“

Der Bazar begann am Samstagabend mit einem Gottesdienst. Danach tischten die Helfer leckere Speisen und kühle Getränke auf. Am Gottesdienst am Sonntagvormittag nahmen unter anderem der Jahrgang 1938 und das Diamantene Hochzeitspaar Hilde und Karlheinz Jakob (wir berichteten) teil. Auch der frühere Pfarrer von St. Michael, Hartmut-Maria Böhm, und der evangelische Pfarrer Rainer Heymach waren unter den Besuchern.

Mit fröhlichen Klängen des Feuerwehr-Spielmannszugs Bürstadt-Hofheim wurden die zahlreichen Gäste in Empfang genommen. Mittlerweile waren Parkplätze rund um die Festmeile rar geworden. Dort entwickelte sich quirliges Leben.

Küchenteam hat viel zu tun

Während die Küchenmannschaft des Heimat- und Carnevalvereins kräftig zupacken musste, um den Ansturm auf Schnitzel und Hamburger zu bewerkstelligen, hörte man noch fröhliches Lachen aus der Spülküche. Doch nach ein paar Stunden Arbeit wie am Fließband sorgte sich Manfred Hartmann etwas um seine fleißigen „Heinzelmännchen“. „Die schuften schwer, und ich habe Angst, die kündigen mir“, erklärte er verschmitzt lächelnd.

Viel Arbeit im Vorfeld hatte auch das Team zur Beschaffung der Tombolapreise. Waren die Tische mit den Preisen für die Erwachsenen anfangs noch voll, mussten die Helfer bereits kurz nach dem Mittagessen „ausverkauft“ verkünden. Dagegen konnten die Besucher noch Preise für die Kindertombola erstehen.

Pfadfinderin Franziska Hofmann hatte auf dem Kirchenvorplatz ein Lagerfeuer entzündet und bereitete mit den Kids den Teig für ein leckeres Stockbrot vor, das später genüsslich verspeist wurde. Groß und Klein konnten den Flohmarkt der katholischen Bücherei besuchen und nach Herzenslust stöbern. Zudem warteten die Kinder gespannt auf das Kasperletheater im Gemeindehaus. Dort war auch die Cafeteria untergebracht.

„Wir haben etwa 50 Kuchen“, berichtete eine der Helferin. „20 zu wenig“, stellte sie bedauernd fest und schob hinterher: „Die Kuchenbäckerinnen gehen aus.“ Alle Hände voll zu tun hatte auch Pfarrer Peter Kern. Als „Hausherr“ kümmerte er sich nicht nur um die vielen Gäste, darunter auch Bürgermeisterin Bärbel Schader, sondern kündigte auch die Auftritte der Kitas Spatzennest und Arche Noah an.

Kleine Raumfahrer

Zur Freude von Eltern, Großeltern und Geschwistern zogen die Kleinen als mutige Raumfahrer mit einer großen Rakete die Blicke auf sich. „Wir waren gestern Abend schon mehr als zufrieden“, erklärte Manfred Hartmann. Er freute sich, dass auch am Sonntag der Bazar fast aus allen Nähten zu platzen drohte. Der Erlös aus dem Fest soll für die Kirchensanierung verwendet werden.

Viele Gäste nutzten den Besuch zur Kontaktaufnahme mit Freunden, Schulkameraden und Nachbarn. So manch einer blieb aber auch länger sitzen, weil die Musiker des Katholischen Kirchenmusikvereins sie mit schwungvollen Liedern zum Bleiben einluden. Auch die liebevolle Dekoration, für die Uschi Hartmann und Angela Rohatsch viel Mühe aufgewendet hatten, trug dazu bei, dass so mancher Besucher einfach die Zeit vergaß.

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