Bürstadt

Verkehr Verwaltung soll Erfahrungsberichte einholen

Bürgerbus muss warten

Archivartikel

Bürstadt.Bürgermeisterin Bärbel Schader fallen durchaus Gelegenheiten ein, wann ein Bürgerbus in Bürstadt gebraucht werden könnte: „Sonntags nachmittags, wenn der Stadtbus nicht fährt, und die Leute zum Kaffeenachmittag ins Altenheim wollen“, führt sie im Sozialausschuss als Beispiel an. Dennoch möchte sie genauer prüfen, ob sich ein solcher zusätzlicher Fahrdienst in Bürstadt verwirklichen lässt.

Edith Appel-Thomas hatte angeregt, einen Bürgerbus auch in ihrer Heimatstadt einzurichten. Ein neues Förderprogramm des Landes Hessen unterstützt solche Projekte, beispielsweise bei der Anschaffung von Fahrzeugen. „In der Pfalz gibt es solche Bürgerbusse schon. Und die Nachfrage ist groß“, berichtet die SPD-Politikerin.

Für die Bürgermeisterin ist allerdings die große Frage: „Gibt es genug Helfer für ein solches Projekt?“ Schließlich sollen ehrenamtliche Fahrer mit dem Kleinbus durch Bürstadt kurven, und zwar regelmäßig und zu festen Zeiten. „Das können eigentlich nur Rentner übernehmen. Und die müssen rüstig sein und topfit im Straßenverkehr“, hat Seniorenbeirätin Annerose Bechtloff Bedenken.

Bevor ein Aufruf an die Bevölkerung gestartet wird, soll sich die Stadtverwaltung erst mit einer Stadt in Hessen in Verbindung setzen, die das Förderprogramm schon nutzt und einen eigenen Bürgerbus auf den Weg gebracht hat. Mit diesem Erfahrungsbericht im Gepäck könne dann erneut diskutiert werden. Dafür entschied sich das Gremium einstimmig. sbo

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