Bürstadt

Bürger müssen für Verluste der Biogasanlage zahlen

Zum Thema ZAKB-Gebührenerhöhung:

Kein Bürger aus dem Kreis Bergstraße hat den Zweckverband Abfallwirtschaft im Kreis Bergstraße (ZAKB) aufgefordert, eine Biogasanlage zu bauen. Von dem ehemaligen „Biogas-Energiepark“ in Bürstadt und anderen Biogas-Standorten hat der ZAKB scheinbar nichts gelernt und entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse eine Biogasanlage gebaut.

Nachdem man jetzt wirtschaftliche Millionenverluste einfährt, müssen die Bürger dafür zahlen, weil angeblich nicht gärfähige Kunststoffteile in der Biotonne landen. Eine 22-prozentige Preisanpassung – sprich Erhöhung – muss man hinnehmen, eine Gegenüberstellung der Gebühren aus dem Vorjahr ist nicht zu sehen. Zur Erinnerung, die Bürstädter Biogasanlage, heute eine Ruine, soll 30 Millionen Euro in den Acker gesetzt haben.

Der ZAKB ist ein Zweckverband der Kommunen im Kreis Bergstraße und wird in der Regel durch ihre Bürgermeister und an der Spitze durch den Landrat vertreten. Die gerade eingetretenen Lampertheimer, Viernheimer und Gorxheimertaler werden keine zusätzlichen Silvesterkracher anzünden, eine fatale Fehlentscheidung wurde hier getroffen. Der Bürger hat wie in allen anderen Fällen keine Chance, den ständigen Zwangsgebühren zu entgehen.

Nach Erhöhung beziehungsweise Preisanpassung – das hört sich besser an – der meisten Energiesteuern im neuen Jahr kommt es zu erheblichen Kostensteigerungen bei den Müllgebühren. Die Folgen sind absehbar, die Entsorgung an Straßen, in Feld, Wald und Flur und in den Abfallbehältern der Gemeinden wird zunehmen. Die Kosten werden auf die Mieten beziehungsweise die Nebenkosten umgelegt, weil die sogenannten Wertstoffhöfe wirtschaftlich arbeiten müssen beziehungsweise sollen.

Energiewende als Ausrede

Die ganzen Ausreden mit der Energiewende müssen die Bürger teuer bezahlen, wenn es das häusliche Budget überhaupt noch erlaubt. Hier könnte doch dieses Problem mit staatlicher Unterstützung gelöst werden, denn wofür zahlen wir Steuern. Darüber sollten unsere Kommunalvertreter mal nachdenken. Doch man geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Und der führt über die Bürger, die nicht mitbestimmen dürfen, denn das Heft in der Hand haben ihre gewählten Vertreter. Für Wutbürger und Gelbwesten wie in Frankreich kann man Verständnis aufbringen.

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