Bürstadt

Spaziergang Zwei Routen führen am Samstag durch Bürstadt

Bürger können Ideen zur Stadtentwicklung einbringen

Archivartikel

Bürstadt.„Es ist eine Chance, mit wachen Augen durch die Stadt zu gehen und Ideen einzubringen!“ Bürstadts Bürgermeisterin Bärbel Schader hofft, dass sich möglichst viele Bürger am Samstag, 8. September, 10 Uhr, am Spaziergang durch das Fördergebiet Soziale Stadt beteiligen. Denn in den kommenden zehn Jahren kann die Stadt Zuschüsse beantragen, um östlich der Riedbahnstraße eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung in Gang zu setzen.

Seit Juli arbeitet die NH ProjektStadt im Auftrag der Stadt Bürstadt daran, ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)“ zu erstellen. Hierfür sammelt sie Informationen über Problemlagen und Potenziale. Bereits auf dem Brutzelfest des TV Bürstadt hat das Team der NH ProjektStadt mit Bürgern diskutiert und in lockerer Atmosphäre Vorschläge für eine künftige Stadtgestaltung gesammelt.

Beim gemeinsamen Stadtteilspaziergang sind nun alle Bürger aufgefordert, Orte, Plätze und Situationen, die sie als „Störfaktoren“ oder aber als besonders beliebte Treffpunkte oder Aufenthaltsorte wahrnehmen, zu benennen und zu zeigen. Weil das Gebiet so groß ist, sind zwei unterschiedliche Routen vorgesehen, an denen bereits Haltepunkte geplant sind. Die Teilnehmer sind aber auch aufgerufen, auf dem Spaziergang weitere Orte zu benennen, die gemeinsam begangen und besprochen werden können. Sie müssen sich nur zuvor für eine Route entscheiden. „Man muss auch nicht unbedingt komplett mitlaufen, sondern kann zu einem der Punkte kommen“, sagt Schader.

Treffpunkt bei St. Peter

Los geht es um 10 Uhr an der Pfarrkirche St. Peter an der Oberschultheiß-Schremser-Straße. Dort sollen beide Routen auch wieder enden. Von dort geht es zum früheren Gesundheitsamt, Erbacher Straße 2, wo die unteren Räume leer stehen. Zudem wird die Gruppe am Beethovenplatz, dem früheren Hotel in der Vincenzstraße und dem Biotop in der Graf-von-Stauffenberg-Straße stoppen. Bei der zweiten Route geht es zum Freizeitkickergelände, weiter zum Gelände für den geplanten Bildungs- und Sportcampus, zur Obdachlosenunterkunft in der Görlitzer Straße, zur Max-von-Pettenkofer-Straße und weiter zur Ausgabestelle der Tafel. Im Anschluss können sich die Bürger gegenseitig oder im direkten Gespräch mit dem Team der NH ProjektStadt austauschen.

Wer sich für die Stadtentwicklung interessiert, kann sich schon den 26. September vormerken. Bei einer Bürgerversammlung können die Teilnehmer ihre Vision für die östliche Innenstadt in den Prozess miteinbringen. Ziel ist es, aus den gesammelten Erfahrungen Leitbilder für die Stadtentwicklung der nächsten zehn bis 15 Jahre zu formulieren. Diese stellen schließlich die Grundlage für die Umsetzung von konkreten Maßnahmen dar. cos/red

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