Bürstadt

Ausschuss I Ortrud Goertz beklagt fehlende Wertschätzung

Budget für Beiräte geplant

Bürstadt.Die ehrenamtlichen Beiräte der Stadt Bürstadt sollen künftig ein Budget bekommen, um nicht mehr als Bittsteller vor der Verwaltung zu stehen. Das hat die SPD in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses betont. „Auch die Sonnenbotschafterin soll bei ihren königlichen Treffen ihre Cola nicht selbst bezahlen müssen“, erklärte SPD-Fraktionschef Franz Siegl. Allerdings ist es laut Bürgermeisterin Bärbel Schader nicht möglich, Bargeld herauszugeben. Bereits jetzt werde es so gehandhabt, dass die Beiräte ihre Ausgaben bezahlt bekommen, sobald sie die Rechnungen einreichen.

„Selbstverständlich bekommen die Beiräte den Betrag, den sie brauchen – auch wenn sie Veranstaltungen planen“, sagte Schader. Sie müssten vorab jedoch mitteilen, was sie vorhaben und dafür benötigen. Die Kommunalpolitiker einigten sich darauf, im neuen Haushalt 15 000 Euro einzustellen, um dem Ausländer-, Jugend- und Seniorenbeirat Planungssicherheit zu garantieren. Der Kulturbeirat sei außen vor und habe bereits ein eigenes Budget, weil dies für die Veranstaltungen mit Künstlern unumgänglich sei. Er habe aber auch keine beratende Funktion für die Politik wie die anderen Beiräte.

Ortrud Goertz vom neu gegründeten Seniorenbeirat holte dabei zu einer generellen Kritik aus. Sie betonte, ihr fehle die Wertschätzung, und sie erfahre kaum Unterstützung von der Verwaltung. So sei es nicht möglich gewesen, ihr einen freien Termin im Bürgerhaus für eine Veranstaltung anzubieten. Die Bürgermeisterin entgegnete, die Säle seien über Monate hinweg gebucht. Aber mit dem Briebelsaal oder dem Gemeindesaal von St. Michael gebe es zum Glück Ausweichmöglichkeiten. Die Rechnungen für Visitenkarten, die Goertz selbst bezahlt habe, könne sie im parlamentarischen Büro einreichen, dann würden ihre Auslagen beglichen. cos

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