Bürstadt

Tierquälerei PETA schaltet sich im Fall des verletzten Katers ein

1000 Euro als Belohnung ausgesetzt

Archivartikel

Bürstadt.Die Tierrechtsorganisation PETA hat im Fall des verletzten Katers in Bürstadt eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise auf den Täter ausgesetzt. Wie bereits berichtet, ermittelt die Polizei, nachdem ein zweijähriger Kater am Mittwoch, 29. August, in der näheren Umgebung der St.-Gallus-Straße vermutlich durch einen Schuss aus einem Luftgewehr ein Auge verloren hat. Die Polizei bittet Zeugen, ihre Beobachtungen unter 06206 /9 44 00 zu melden.

„Mit unserer ausgelobten Belohnung möchten wir helfen, den Tierquäler, der auf den Kater geschossen hat, zu überführen“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. Zeugen können unter 01520/7 37 33 41 anrufen – auch anonym. Außerdem habe die Tierrechtsorganisation Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt erstattet. „So erhalten wir Akteneinsicht und können die Ermittlungen der Polizei verfolgen“, sagt Pein unserer Zeitung. Wie die Polizei am Montag mitteilte, ermittelt sie bereits wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, da vermutlich mit einem Luftgewehr auf den Kater geschossen worden war.

Vielleicht doch etwas bemerkt

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt Pein, dass PETA die Belohnung eigenständig und nicht in Zusammenarbeit mit der Polizei ausgelobt habe. Mit ihrem Vorgehen wolle die Tierrechtsorganisation die Arbeit der Polizei unterstützen. Den Fall in Verbindung mit einer Belohnung erneut ins Gedächtnis zu rufen, könnte dazu führen, dass Menschen noch einmal überlegen, ob sie nicht vielleicht doch etwas bemerkt haben.

Mit der Polizei in Lampertheim habe sie bisher noch keinen Kontakt gehabt, so Pein. Aber eingehende Hinweise würden direkt an die zuständige Behörde weitergeleitet, sagt sie zu. Pein weist auf einen Fall in Lorsch hin. Dort hätten kürzlich vier Frauen eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro erhalten, da ihre Hinweise einen Täter überführten, der eine Stute mit einem Dildo malträtiert haben soll. Laut PETA-Sprecherin wollen die Frauen das Geld in die Sicherung ihrer Stallanlage investieren. ps

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