Biblis

Reit- und Fahrverein Sechstes Westernturnier lockt zahlreiche Reiter aus der Region an / 60 Helfer sorgen für gelungenen Ablauf

Übungen wie im Wilden Westen

Archivartikel

Biblis.Erst treffen sich die besten Dressur- und Springreiter der Umgebung, dann wirbeln die Westernreiter ordentlich Staub auf: Die Helfer des Reit- und Fahrvereins (RuF) Biblis kommen derzeit ganz schön außer Puste. Denn beim – mittlerweile sechsten – Westernturnier am Wochenende hatten sie wieder alle Hände voll zu tun.

Statt hoch gezüchteter Turnierpferde standen nun ausgeglichene, zur Arbeit erzogene Tiere im Mittelpunkt. 120 Nennungen standen beim Westernturnier auf der Meldeliste. Reiter und Pferde kamen aus Hessen, Baden-Württemberg, der Pfalz und dem Saarland. Saskia Mühlum, Landesmeisterin von 2014, teilte sich mit RuF-Vorstand Martin Peters die Turnierleitung.

Die Zuschauer konnten bei freiem Eintritt die Pferde aus nächster Nähe sehen und ihr Können bewundern. Unter den 52 Prüfungen waren einige, die zur Qualifikation der EWU Rheinland-Pfalz zählte. Das erklärte Martin Peters, der sich besonders über die stark besetzten Jugendklassen freute. Parcourschef Michael Mildau und sein Team sorgten sowohl auf der gepflegten Außenanlage für faire, sportliche Bedingungen wie in der Halle. Dort liefen am Samstagmorgen wegen des Regens die ersten drei Prüfungen ab, zudem fanden die Reining-Prüfungen dort statt.

Die Zuschauer begeisterten sich für schnelle Tempowechsel, Drehungen und Stopps. Aber auch das präzise Rückwärtsgehen ließ das fachkundige Publikum applaudieren. „Es gab am Samstag kleine Verzögerungen, aber alles blieb im Rahmen“, berichtete Saskia Mühlum.

Neben Richterin Nicola Bitsch und Carolin Heiner kümmerten sich Stuarts um einen reibungslosen Ablauf. Sprecher Manfred Baltruschat sorgte für die nötigen Informationen. Zudem stand Meldestellenleiterin Ilonka Ruppert für die angemeldeten Sportler als Ansprechpartner bereit.

Neben den Führzügelklassen für den Nachwuchs zeigten die Teams, deren Reiter in glitzernden Westen und mit großen Cowboyhüten in breiten Satteln saßen, die unterschiedlichen Gangarten. Dabei sah sich so mancher Zuschauer in den Wilden Westen versetzt. Denn beim Ranch Trail wurden Lassos geschwungen, was sehr beeindruckend war. Zudem bewunderten die Besucher die Hunde, die Ross und Reiter durch einen kniffligen Parcours begleiteten. Dabei galt es auch, vom Pferd aus ein Gatter zu öffnen und wieder zu schließen.

Voltigierer beklatscht

„Wir hatten 15 Übernachtungspferde im Stallzelt“, erzählte Martin Peters. Mit 60 Helfern hat er auch die Vorbereitungen gestemmt sowie für die Verköstigung an den Turniertagen gesorgt. „Die Reiter und Besucher loben unsere Küche. Besonders die Burger sind beliebt“, sagte Mühlum lächelnd. Zudem kamen die selbst gebackenen Kuchen sehr gut an.

Neben den Geldpreisen, Stallplaketten und Sachpreisen freuten sich alle Platzierten über den Applaus der Zuschauer. Auch die große Voltigiergruppe des gastgebenden Vereins wurde beklatscht: Unter der Leitung des Trainergespanns Birgit Helfrich, Sabine Peters und ihrer Assistentin Patricia Helfrich zeigten die Kinder und Jugendlichen ihr akrobatisches Können.

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