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 Theatergruppe 0815 Laudenbach - Mit dem Schwank „Tante Rosels Lottoschein“ einen Volltreffer gelandet / Drei weitere Vorstellungen in der Zehntscheune Turbulenter Kampf um den Lottogewinn

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pml
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Das Lustspiel „Tante Rosels Lottoschein“ feierte in Laudenbach umjubelte Premiere. © Paul Mayser

Ein Lottogewinn sorgt im jüngsten Laudenbacher Theaterstück für heillose Verwirrung und für Lachsalven beim begeisterten Publikum.

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Laudenbach. Auch nach über drei Jahrzehnten hat das Laientheater in Laudenbach nichts von seiner individuellen Art und Weise verloren. Bei der traditionellen TSV-Jahresfeier präsentierte die Theatergruppe 0815 das Lustspiel „Tante Rosels Lottoschein“ von Beate Irmisch. Die Schauspieler überzeugten mit ihrem schauspielerischen Talent und vollem Einsatz bei der Premierenvorstellung und boten mehr als zwei Stunden lang beste Unterhaltung. Es war bereits das 33. Theaterstück unter der Regie und Gesamtverantwortung von Raimund Zenkert.

Geboten wird den Besuchern ein humorvolles, sehenswertes Theaterstück mit faszinierender Situationskomik. Das vorzüglich gestaltete Bühnenbild bot beste Voraussetzungen für eine gelungene Premiere und brachte so manchen Lottospieler im Publikum zum Träumen vom großen Glück. In der überzeugend dargestellten Story würdigte das begeisterte Publikum die herausragende Leistung der Mitwirkenden mit viel Szenen- und lang anhaltendem Schlussapplaus. Tante Rosels größtes Hobby ist das wöchentliche Lottospielen in Elfriedes Krämerladen. Im Laufe der Jahre hat die umtriebige Seniorin eine regelrechte Spielsucht entwickelt. Mit Rätseln, Kartenspielen, Lotto oder sonntäglichen Rennquintetts stellt sie oft ihre bescheidene Rente auf den Kopf. Trotz zum Teil größter Schwierigkeiten mit ihren Angehörigen lässt sich die alte Dame nicht beirren. Rosels Wahlspruch lautet:“ Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Und eines Tages soll sie damit Recht behalten. Sie landet im Lottospiel den ultimativen Supergewinn und knackt den Jackpot. Doch was zu viel ist, ist zu viel. Bei der telefonischen Glücksüberbringung und der Ankündigung des Lotto-Beauftragten gerät die Zockerin an die Grenzen ihres persönliches Wohlbefindens: Sie wird vom Schlag getroffen. In dieser fast aussichtslosen Situation auf den Gewinn verbündet sich die geldgierige Familie mit unglaublichen Mitteln und Ideen, um die Kohle am Ende doch absahnen zu können. Denn Geld gibt es nur für lebende Lottogewinner. Aber bis diese prekäre Situation bereinigt ist, nimmt das Chaos seinen Lauf . . .

Die ausgefeilte Geschichte dieses Lustspiels mit atemberaubender Situationskomik bietet die besten Voraussetzungen für ein turbulent-komisches Theater. Es erhält die Spannung bis zum letzten Vorhang aufrecht. Die zum Teil langjährigen, erfahrenen und glänzend aufgelegten Darsteller – mit zwei neuen Spielern im Team – ließen durchwegs große Spielfreude erkennen. In den beiden Paraderollen glänzten die Urgesteine und Originale der Theatergruppe, Annegret Hein als Tante Rosel und August Engert als treuer Knecht im Hause Böckel. Sie bewiesen ein Mal mehr ihren Stellenwert im Laudenbacher Theaterensemble. Überzeugend als Rosels Neffe und Bauer am Hofe Böckel trat Marco Feidel, ebenfalls ein langjähriges Mitglied der Gruppe, in Erscheinung. An seiner Seite mit selbstsicherem, überzeugenden Auftreten Katharina Schäfer, die angeheiratete und stets um Tante Rosels Wohl bedachte, bescheidene Bäuerin Otti.

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Als weiterer Neffe und geldgieriger, oberschlauer Schulleiter Eberhard Bökel, war die Rolle mit Jürgen Muhler und seinem lehrerhaften Auftreten optimal besetzt. Seine osteuropäische, extravagante Frau Olinka wurde von Angela Leupold mit einem modischen Erscheinungsbild und gekonntem Dialekt professionell verkörpert. Elfriede Emsig, die neugierige Inhaberin der Lotto-Annahmestelle, wurde von Isolde Neef, die zum ersten Mal in dieser Truppe in Erscheinung trat, vorzüglich dargestellt. Mit Linus Ritzer war ein weiterer Neuling, der ebenfalls wie Isolde Neef bereits Bühnenerfahrung mitbrachte, als Fritz Glückauf im Einsatz. Als Überbringer der Glücksbotschaft war er mit seinem niveauvollen Outfit und Auftreten, die Idealbesetzung in dieser Rolle.

Hans Tierhold, als Pfarrer Gottlob Seelsorger der Gemeinde und stets auf der Suche nach neuen Geldquellen für seine Orgel, war seine Theatererfahrung und Spielfreude förmlich anzumerken. Durch sein würdevolles Auftreten vervollständigte der „Seniorschauspieler“ das Gesamtbild von einem gelungenen und sehenswertem Theaterstück.

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Als Souffleuse war Greta Wirth im Einsatz. Für Ton, Licht und Musik zeichnete Stefan Söder verantwortlich. Die neue Tontechnik unterstützte dabei die Spielfreude aller Akteure. Für die Gesamtverantwortung des Stücks inklusive Regie war Raimund Zenkert zuständig. Es war bereits seine 33. Theaterpremiere in Laudenbach. Gemeinsam mit seinem bewährten Team haben alle erneut sehr viel Zeit und Engagement aufgebracht, um ihrer TSV-Familie ein unterhaltsames und kurzweiliges Laientheater zu präsentieren. Dies ist ihnen mit dem Stück „Tante Rosels Lottoschein“ auf eindrucksvolle Art und Weise wieder gelungen.

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Weitere Aufführungen in der Zehntscheune sind am: Samstag, 5. Januar um 19.30 Uhr, Sonntag, 6. Januar, um 16 Uhr und am Samstag, 12. Januar, um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 6. Januar,gibt es ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen. Saalöffnung ist jeweils eine Stunde früher. pml