Skulpturenschau - Finissage am 20. September / Arbeiten noch bis 31. Oktober zu sehen Stahl wirkt fast organisch

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stv
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Die Schwere des Materials hebt sich durch Leichtigkeit auf. © Astrid Hackenbeck

Weikersheim. Seit dem 17. Mai sind die Plastiken der Würzberger Künstlerin Angelika Summa in der Stadt ausgestellt. Wegen der Corona-Pandemie wurde auf eine Vernissage verzichtet. Dafür gibt es am kommenden Sonntag, 20. September, um 170 Uhr eine Finissage in der Tauberphilharmonie. Wie immer wird die Künstlerin anwesend sein und durch die Ausstellung führen. Bürgermeister Klaus Kornberger begrüßt die Gäste. Die musikalische Umrahmung übernimmt der Percussionist Bernd Kremling. Seit 2008 wird das Figürliche ins Zentrum der öffentlichen Kunst-Schau gestellt. In diesem Jahr wählte Astrid Hackenbeck vom Kulturamt mit Angelika Summa eine Künstlerin aus, die abstrakt arbeitet.

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Summa nutzt in vielfältiger Weise Metall, Draht, Edelstahl, Kupfer als auch Eisen und daraus entstehen transparent-abstrakte Skulpturen. In Kugelformen verdichtet sie Lineamente zu Raumkörpern, die sie auch als Wandobjekte konzipiert. Sie arbeitet mit industriell vorgefertigten Materialien wie Drähten, Rohren, Stahlbändern, Metall und kommt damit zu fast organisch wirkenden Formen. Sie setzt textile Techniken, z.B. des Verknüpfens ein und bringt die Strukturen der Metallgeflechte in einen spannungsvollen Gegensatz zur technoiden Oberflächenglätte des Materials. Die Schwere des Materials hebt sie durch die Leichtigkeit der offenen Struktur ihrer Gebilde auf. Ihre Arbeiten bereichern die Plätze, die sie für Weikersheim ausgewählt hat. Insgesamt zwölf Plastiken sind es, die der Stadt ein neues Bild verleihen. Auch kleinere Arbeiten sind in der Tourist-Information am Marktplatz ausgestellt. Die Resonanz auf die Ausstellung ist durchaus positiv. Die Eintragungen im Gästebuch dokumentieren dies. So meinte eine Besucherin: „Uns haben die Formen der Arbeiten beeindruckt. Tritt man näher heran, erkennt man die Details.“ Angelika Summa, die zahlreiche Arbeiten für den öffentlichen Raum geschaffen hat, lebt und arbeitet in Würzburg. 1995 erhielt sie den Kulturförderpreis der Stadt Würzburg und 2014 den Kunstpreis der Stadt Würzburg. stv