Leserbrief - Zur Diskussion um ein Parkhaus in Weikersheim Sinnvolles nicht zertrampeln

Von 
Heinrich Koch
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Sorry, wenn ich mich noch mal zum Thema „Parkhaus in Weikersheim“ und dem dazu erschienen Leserbrief vom 15. Januar äußere.

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Auch diese Leserbriefschreiberin wartet mit Ungereimtheiten und Widersprüchen auf, die man so nicht stehen lassen sollte.

Wenn sie verniedlichend schreibt, dass Autobesitzer ihr Plätzchen gefunden hätten, ist das nichts anderes als die Benutzung öffentlicher Fläche: Duldung auf Zeit.

Jeder Besitzer solcher Gefährte (oft hat man zwei oder drei davon) ist verpflichtet, dafür selbst eigene Fläche zu schaffen oder eben zu mieten. Ob er will oder nicht.

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Um die Ecke herum zu implizieren, dass ein solches Parkhaus „nur“ für Hotels oder Geschäfte gebaut werden soll, ist Unsinn (in eigener Sache: ein Hotel musste, um gebaut werden zu dürfen, 18 Parkplätze für teures Geld bei der Stadt ablösen, um für weiteres Geld dann trotzdem eigene Parkplätze zu bauen).

Gäste dieser Stadt, oft respektlos „Touris“ genannt, sind in den allermeisten Fällen keine Hotelgäste.

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Wenn im Sommer immer und immer wieder bis zu 40 Motorräder und über 100 Fahrräder auf dem Marktplatz oder den umliegenden Gassen freilich unrechtmäßig parken (die dafür vorgesehenen Ständer werden nur mäßig genutzt) und dazu Einheimische, vornehmlich solche, die gegen ein Parkhaus sind, für kurze Besorgungen aller Art, sich ebenfalls widerrechtlich dazwischen quetschen, liegt die Leserbriefschreiberin vermutlich auf ihrer Sonnenterrasse zu Hause.

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In vielen kleineren Städten, wie zum Beispiel in Schorndorf oder Schwäbisch Hall, ist man schon heute gezwungen, ins Parkhaus zu fahren, will man diese besuchen.

Vorausschauend ist, wenn man für solche Szenarien schon heute für später plant.

Und transparent ist, wenn man dies bekannt macht. Unsinn ist auch, wenn man sich damit brüstet, stattdessen etwas fürs Klima tun zu wollen.

Weikersheim ist auch hier Landesmeister, ohne die Dächer der Innenstadthäuser mit Photovoltaikanlagen voll zu klatschen. Und dass wir in Zeiten knappen Geldes leben, ist ebenso ein Märchen, das die Bundesrepublik eindrucksvoll gerade widerlegt.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass eine sinnvolle Planung, mehr ist es zur Zeit nicht, mit „Trumpschen“ Methoden, möglicherweise durch eine Parteibrille geschaut, zertrampelt werden soll.