Am Weikersheimer Bahnhof - Arbeiten laufen im Zeitplan / Tragschicht in Ferienzeit bereits eingebaut / Hallenbad-Eröffnung stockt wegen Lockdown Moderner ZOB nimmt konkrete Form an

Von 
Vion Michael Weber-Schwarz
Lesedauer: 
Die „Insel“ für Fahrgäste ist bereits klar zu sehen: An den Buchten docken künftig die Busse an. © Michael Weber-Schwarz

Für einen zeitgemäßen Verkehr wird aktuell der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am Weikersheimer Bahnhof fit gemacht. Ende November soll das Bauprojekt fertig sein.

AdUnit urban-intext1

Weikersheim. Barrierefreiheit ist einer der wichtigsten Aspekte beim neuen Omnibusbahnhof – denn sie ist bis Ende 2021 gesetzlich vorgeschrieben. Für Weikersheim dürfte dieses Ziel unschwer zu erreichen sein, denn die Tragschicht ist auf dem Platz in der vergangenen Woche bereits eingebaut worden. Derzeit laufen die Pflasterarbeiten, die sich aber auch schon auf die Fertigstellung zubewegen.

Fehlen also im Wesentlichen nur noch die Fahrbahndecke und die neuen elektrotechnischen Anzeigetafeln. „Wenn das Wetter mitspielt, dann wird der anvisierte Termin Ende November sicher zu halten sein“, sagte Sylvia Thomas vom Weikersheimer Stadtbauamt auf FN-Anfrage.

Ein Blick zurück: Verdrückungen und Spurrinnen auf den Fahrbahnen des bisherigen ZOB, die alten „Bus-Bahnsteige“ zwangen beim Umsteigen zu ungeschickten Umwegen, Fahrgastinformationen fehlten oder waren unzureichend, es fehlte an der Ausstattung, es gab ein „Konfliktpotenzial zwischen den Verkehrsteilnehmern“ – so wurde die Situation 2018 vor dem Weikersheimer Gemeinderat von Ingenieur André Metzger (Büro Dreikant, Weikersheim) skizziert.

AdUnit urban-intext2

Die vorgelegten Pläne von Metzger: Die Bushaltebuchten sollen um eine zentrale „Insel“ angelegt werden – auch wegen der zunehmenden Länge der neuen Bustypen. Es entsteht ein so genannter Mittelbus-steig mit Informationssystem über sämtliche Verkehrsbewegungen. Ein taktiles Leitsystem wird eingebaut; es führt Sehbehinderte übers Gelände. Dieses wird auch für Rollstuhlfahrer angepasst, etwa durch Hochborde.

Diese Planungen wurden von den Fachfirmen in den vergangenen Woche nach und nach umgesetzt – in der Herbstferien-Phase wurde ein vorübergehender „Ersatzbusbahnhof“ an der alten Turnhalle/Schulzentrum eingerichtet.

AdUnit urban-intext3

Während der neue ZOB wahrscheinlich punktgenau in Betrieb gehen kann, müssen Nutzer des Weikersheimer Hallenbads sich in Geduld üben. Wegen der Corona-Beschränkungen kann die Wiedereröffnung derzeit nicht stattfinden, obwohl die umfangreichen Arbeiten am Bad quasi beendet sind. Eigentlich wollte man von städtischer Seite noch im November grünes Licht für die Badegäste geben. Der Teil-Lockdown stellte die Ampel aber wieder auf rot.