Gesellschaft - „ZAM“ in Weikersheim / Ab Oktober? Mitmachen im Reparatur- Café

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pm
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Weikersheim. Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder mit einem Fahrrad, bei dem das Rad schleift? Oder mit einem Pullover mit Mottenlöchern? Wegwerfen? Denkste! Viele Menschen in Weikersheim wünschten sich ein Reparatur-Café. Das „ZAM“ – Zentrum für alle Menschen – will es möglich machen. Dafür kann es noch mehr geschickte Ehrenamtliche aus der Umgebung gebrauchen.

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Oftmals gehen Gebrauchsgegenstände schnell kaputt und eine Reparatur scheint sich nicht mehr zu lohnen. Dadurch entsteht viel Müll und Ressourcen werden verschwendet. Die Idee ist, Geräte, Kleinmöbel, Kleidung oder anderes gemeinsam zu reparieren – zusammen mit Menschen, die sich damit auskennen.

In einigen Kommunen in der Region gibt es dieses Angebot schon und es wird sehr gerne angenommen. Darum will man in Weikersheim nun auch damit starten. Geplant ist, dass das Reparatur-Café alle zwei Monate stattfindet, für je ca. zwei Stunden. Die erste Aktion in Weikersheim könnte unter der Einhaltung der Corona-Verordnung im Oktober stattfinden, sofern die Pandemie-Situation das zulässt.

Es werden Menschen mit verschiedenen Begabungen gesucht, die während der Reparatur-Café-Treffen mit Rat und Tat dabei sind. Es werden vor allem Menschen gebraucht, die sich auskennen mit elektrischen und elektronischen Geräten, Textilien, Fahrrädern oder Möbeln. Aber auch Leute, die einfach Allrounder sind – und die gern ihre Kenntnisse mit ihren Mitbürgern teilen.

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Auch wer kein Reparatur-Experte ist, ist willkommen: Leute, die Besucher empfangen oder einen Kuchen backen, sind ebenfalls gefragt. Denn als Nachbarschaftsinitiative will man nicht nur reparieren, sondern auch füreinander da sein und miteinander ins Gespräch kommen.

Erfahrungen in anderen Gemeinden zeigen, dass nicht nur die Menschen profitieren, die ihre Sachen nun wieder benutzen können. Auch die Reparateure genießen das Miteinander, das Tüfteln und den Erfolg: „Wenn es keinen Spaß machen würde, wäre ich nicht hier“, sagte einer der ehrenamtlichen Helfer in Creglingen. pm