Leserbrief - Zu „Vergleich mit Trumpschen Methoden ist „eine Unverschämtheit“ (FN 23. Januar) „Kann nicht mit Entschuldigung dienen“

Von 
Leserbrief-Schreiber: Heinrich Koch
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Der Leserbrief zum Thema “Parkhaus” zwingt mich,noch einmal Stellung zu nehmen. Es ist gut, dass Frau Lotz von der SPD ihren Betschwestern beigesprungen ist. Dadurch wird deutlich, woher der Wind weht. Die vorausgegangenen Leserbriefschreiberinnen hatten sich keiner Partei zugehörig bekannt. Ich konnte es nur vermuten. Die verkehrspolitischen Überlegungen der, wie ich jetzt weiß, SPD, ziehen so nicht. Solche wurden schon bei der „Lidl-Ausfahrt” posaunt und siehe da, es funktioniert, wie jede Frau und jeder Mann sehen kann. Selbst mit fünfachsigen Großlastern.

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Offensichtlich haben Frau Lotz und Ihre Genossinnen auch nicht begriffen, oder wollen es nicht verstehen, dass es nicht darauf ankommt, ob Autobesitzer eigene Parkfläche haben wollen. Solange diese nämlich öffentliche Fläche umsonst bekommen, wollen sie das nicht. Umfrage sinnlos. Kommen wir zum lauthals geforderten Innenstadtkonzept. Das ist ziemlich einfach: Über kurz oder lang muss die Innenstadt vom ruhenden und Durchgangsverkehr entlastet werden (das war‘s schon). Um das zu erreichen, wäre es sinnvoll, am oberen Rand der Altstadt Parkraum als Abrundung zu schaffen, nicht nur für Gäste, auch für Bürger.

Nur wenn ein Parkhaus geschaffen wird, entsteht genügend Platz für entsprechende Einfahrten und Abbiegespuren. Dies würde effektiv zum ebenso geforderten Klimaschutz beitragen, weil es Verkehr verhindert, unter dem wir Innenstadtbewohner mehr leiden als Andere. Statt wie erwähnt würde der Verkehr nämlich eher reduziert denn vermehrt werden. Und dass eine relativ neu erbaute Post und Metzgerei und die Neubauten weiter unten zum historischen Gebäudeensemble gehören, ist mir neu. Der Rest der von Frau Lotz angeführten Einwände (Parkplätze statt Parkhaus) ist für mich und Andere nicht nachvollziehbar.

Schließlich hätte ich die von mir einigermaßen höflich umschriebenen Ungereimtheiten und Widersprüche auch Fake-news nennen können. Und auch mit dem subtilen Hinweis auf meine rein und ausschließliche verwandtschaftliche Beziehungen zu einem Hotel wollen mich Frau Lotz und ihre SPD in Sippenhaft nehmen. Alles Attribute des Herrn, den ich in meinem Leserbrief nannte. Freie Meinungsäußerungen sind per se keine Unverschämtheit, selbst wenn diese, auf sich bezogen, so wahrgenommen werden. Dann sollte man es auch so artikulieren. Auch hatte ich keine Titulierungen vorgenommen und muss mich daher auch nicht schämen.

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Deshalb kann ich mit der geforderten Entschuldigung nicht dienen und stehe zu meinen Äußerungen als freier Bürger dieser Stadt. Frei meint: keiner Partei verpflichtet.