Jubelfest in Röttingen - Der langjährige Stadtrat und stellvertretende Bürgermeister Anton Engelhardt wird an diesem Freitag 80 Großes Engagement in der Kommune

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brun
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Feiert an diesem Freitag in Röttingen seinen 80. Geburtstag: Anton Engelhardt, hier vor dem Portal der St. Georgskapelle. © Markhard Brunecker

Röttingen. Seinen 80. Geburtstag feiert an diesem Freitag in Röttingen der langjährige Stadtrat und stellvertretende Bürgermeister Anton Engelhardt.

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Nach seiner Hauptschulzeit schloss der gebürtige Röttinger im elterlichen Hof eine landwirtschaftliche Lehre ab. Anschließend besuchte der junge Landwirt die Landwirtschaftsschule im Benediktinerkloster Neresheim. Zur weiteren Ausbildungslaufbahn gehörte 1973 die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister. Nur zwei Jahre später erfolgte die Berufung in den Prüfungsausschuss für Landwirtschaftsmeister von Unterfranken. Nicht genug: ab 1980 war er zehn Jahre Mitglied im Prüfungsausschuss „Höhere Landbauschule“ in Triesdorf, die Studierende zu kaufmännisch orientierten landwirtschaftlichen Unternehmern weiter ausbildet. Seit 1974 und bis heute ist der leidenschaftliche Landwirt ehrenamtlicher Gutachter (Bodenschätzer) bei der bayerischen Finanzverwaltung.

Hochzeitsglocken läuteten 1966

Am 30. April 1966 läuteten gleich gegenüber seinem Elternhaus die Hochzeitsglocken, als er mit Agnes Walch vor den Traualtar trat. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder und fünf Enkel hervor. Mit der Eheschließung übertrug ihm Senior Anton den landwirtschaftlichen Hof. Auch im öffentlichen Leben hat „Toni“, wie er überall liebevoll genannt wird, Hervorragendes geleistet. 1972 wählten ihn die Röttinger in den Stadtrat. Bereits eine Periode später übernahm er bis zu seinem Ausscheiden 2002, für 24 Jahre das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters. Neben der Gebietsreform mit den Eingemeindungen von Aufstetten und Strüth zählt er die Erschließungen des Baugebiets „Auber Berg“ und des Industriegebiets Nord mit der Ansiedlung der Firma ITW zu den wichtigsten Errungenschaften.

Ehrenring der Stadt

Als zweiter Röttinger Bürger erhielt er 2002 als Dank für seine außerordentlichen Verdienste den Ehrenring der Stadt Röttingen und die Kommunale Verdienstmedaille (Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung), hat er doch in all den Jahren seine Heimatstadt mitgeprägt. In der Gemeinde Schönstheim, der wohl einzigen in Deutschland ohne Einwohner, war er Bürgermeister beziehungswesie Stellvertreter. Auch in Vereinen und Institutionen stellte er neben seinem Wissen und Rat, vor allem seinen Einsatz zur Verfügung. 1952 trat er als Trompeter in die Stadtkapelle ein und war hier rund 25 Jahre Dirigent, seit 20 Jahren Ehrendirigent. Dem Vorstand des Freundeskreises St. Georgskapelle und dem Käppele gehört er rund zwei Jahrzehnte an. In diese Zeit fiel vor allem die Sanierung der beiden Kapellen. Jagdvorsteher war er ebenfalls über zwanzig Jahre. Seit 1987 ist Anton Engelhardt Hubvorstand der Bachmannshub im Gemeindegebiet Schönstheim. Für Nostalgiker: bei der Freiwilligen Feuerwehr verbreitete er als Hornist die dringenden Mitteilungen der Feuerwehr. In seine Amtszeit als Pfarrgemeinderatsmitglied fiel unter anderem der Pfarrheimneubau.

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Noch heute zeigt er großes Engagement in der Kommune, ist als Stadt-, Wald- und Weinbergsführer unterwegs und führt die Gäste durch das Weinstädtchen und den Schönstheimer Wald. Mit Leib und Seele ist er derzeit noch als Archivar der Gemeinde Schönstheim tätig. Sämtliche Unterlagen, darunter einige Bücher, möchte er für die jetzige Generation wieder lesbar machen. Die sogenannte Sütterlinschrift ist für Ungeübte heute nur noch schwer lesbar. Da er mit seiner Gesundheit sehr zufrieden ist, kann er seinen Sohn Udo in seinem Weingut tatkräftig und mit viel Freude unterstützen. brun