800 Jahre Elpersheim - An Silvester ein schwungvolles Finale des Ortsjubiläums gefeiert / Mit Wehmut und Stolz zurückgeblickt Bedingungslosen Zusammenhalt gezeigt

Von 
Bernd Hellstern
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Stolz und zufrieden haben die Elpersheimer auf das Jahr 2019 zurückgeblickt, das ganz im Zeichen des 800-Jahr-Jubiläums stand.

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Elpersheim. Am Silvesterabend war wieder fast ganze Dorf auf den Beinen, um in der Ortsmitte unter dem Motto „800 Jahre – das Finale“ das ereignisreiche Jubiläumsjahr 2019 gemeinsam ausklingen zu lassen. Dies geschah mit gemischten Gefühlen, denn zum einen schwang etwas Wehmut mit über ein zu Ende gehendes Jahr, das einmalig bleiben wird in der Elpersheimer Geschichte, zum andern durfte man sich freuen über ein Jahr, das sehr eindrucksvoll die intakte Dorfgemeinschaft des Weikersheimer Teilortes widerspiegelte.

Das Gefühl der intakten Dorfgemeinschaft zog sich wie ein rotes Tuch durch das Jahr 2019, das ohne dieses innerörtliche Miteinander so wohl nicht hätte vonstatten gehen können. Dies betonte auch Ortsvorsteher Hans-Joachim Haas, der von einem in jeder Hinsicht grandiosen Jubiläumsjahr sprach. Er erinnere sich an den ersten Workshop, wo die Ideen zusammengetragen wurden, wie ein solches Jubiläum wohl stattfinden könnte.

Aus diesem Ideenkatalog kristallisierte sich letztlich das Programm heraus, das sich mit zahlreichen größeren und kleineren Veranstaltungen über das ganze Jahr zog. Dazu gehörten auch jene traditionellen jährlichen örtlichen Veranstaltungen, die man mit in dieses Gesamtpaket der Veranstaltungsreihe „800 Jahre Elpersheim“ einbaute. Bezug nehmend auf die Open-Air-Veranstaltungen meinte der Ortsvorsteher: „Glück haben eben nur die Tüchtigen“ – und tüchtig waren die Elpersheimer, deshalb auch das Glück mit dem Wetter. Er wiederhole es gerne noch ein dutzend Mal: „Ohne den bedingungslosen Zusammenhalt in der Gemeinde hätte das Ganze nicht gestemmt werden können“. Allen voran das Orga- Team des Bürgerforums (Lenkungsausschuss), das im Hintergrund die Fäden zog. Nur so konnte Elpersheim den vielen tausend Festgästen das ganze Jahr ein guter Gastgeber sein. Und so schließe sich der Kreis eines einzigartigen Orts-Jubiläums, das mit einem spektakulären Open-Air-Event in der Ortsmitte eröffnet wurde. Unter dem Motto „800 Jahre – 800 Sänger“ hatte man die Bevölkerung aus nah und fern zum spontanen Singen „Flashmob“ nach Elpersheim eingeladen. Und am Ende zählte man knapp 1000 Sängerinnen und Sänger, die dabei sein wollten bei dieser einmaligen Aktion. So schließe sich der Kreis eines in jeder Hinsicht einzigarten Orts-Jubiläums, dessen Erfolg sich die Einwohnerschaft von Elpersheim ans Revers heften könne.

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Eröffnet wurde dieses Finale vom Posaunenchor Elpersheim, und da war es wieder, dieses Gänsehaut- Feeling, als die heimliche Schotten- Hymne „Highland Cathedral“ erklang, um dann erneut aufzutreten, als der Posaunenchor mit jenem Stück dieses Finale beendete, mit dem das Jubiläum im Januar 2019 begonnen hatte: mit dem Gospel „Oh Happy Day“, mit Johannes Michl als Solist, dem Sänger der ehemaligen Band „Picky Souls“. Zuvor hielt Eberhard Breuninger einen mit Dias untermalten Rückblick über die einzelnen Veranstaltungen, und Pfarrer Tschampl sprach davon, dass man in Elpersheim wirklich Grund habe, stolz und dankbar zu sein mit Blick auf dieses Jubiläum. Dazu falle ihm ein Ausschnitt aus der Bibel ein, wonach alles seine Zeit habe. Für Elpersheim sei es an der Zeit gewesen, dieses Jubiläum zu feiern. Für Stimmung in der Ortsmitte sorgten die Elpersheimer Straßenkehrer vom Bauhof, Gunter Stirnkorb und Helmut Schwab, die die Lacher auf ihrer Seite hatten, als sie das Jubiläumsjahr gekonnt glossierten und aus dem Nähkästchen von zwei geplagten und gestressten Bauhofmitarbeiten plauderten, an den der ganze Jubiläumsdreck hängen blieb.

Saurier statt Ochse?

Bezüglich des Kiwwele-Rennes stellten die beiden scharfsinnig fest, dass die Igerschmer locker unter der Tauberbrücke hindurchgekommen wären.

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Da sich aber anstatt der zugelassenen 24 Tonnen auf der Brücke wohl an die 60 Tonnen Menschengewicht befand – legt man ein durchschnittliches Gewicht von 75 kg pro Person zugrunde – habe sich die Brücke wohl etwas abgesenkt, was die wackeren Feuerwehrler natürlich nicht im Voraus berechnen konnten. Und bei dem angekündigten Ochsen am Grill könnte es sich bei der genaueren Betrachtung der übrig gebliebenen Knochen unter Umständen auch um die Überreste eines Elpersheimer Sauriers gehandelt haben. Und die tolle Chronik wäre noch besser gewesen, hätte man dieses Finale noch mitgenommen, und hätte man dort die Mitarbeiter des Bauhofs mehr gewürdigt.

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Und so wie vor einem Jahr die Auftaktveranstaltung endete, endete auch dieses Finale, mit Würstchen, Punsch und Glühwein für alle, ehe sich das neue Jahrzehnt ankündigte, nachdem aus mehreren hundert Kehlen der Gospelsong „Oh Happy Day“, verklungen war.