Startseite Fallback für unzugeordnet und Altdaten bzw Archiv

Talentförderung par excellence

Archivartikel

Die Flames-Akademie: Sieben junge Handballerinnen leben ihren Traum von der Bundesliga

Wichtiger Baustein im weiblichen Nachwuchsbereich der HSG Bensheim/Auerbach ist die Flames-Handball-Akademie. Seit 2015 werden im ehemaligen Hotel Hans in der Rodensteinstraße in Bensheim talentierte Handballerinnen beherbergt. Langfristiges Ziel ist es, Absolventinnen der Akademie an den Bundesliga-Kader heranzuführen.

Die sportliche Konzeption liegt in den Händen von Heike Ahlgrimm, der Trainerin des Bundesliga-Teams, und Jugend-Koordinatorin Ilka Fickinger. Die Sozialpädagogin Beatrix Schwarzwald hat die pädagogische Leitung und wohnt in der Einrichtung. Den Bewohnerinnen stehen Einzelzimmer sowie Gemeinschaftsküche und -wohnzimmer zur Verfügung.

Aktuell ist die Akademie mit sieben Mädels der Jahrgänge 1999 bis 2002 voll ausgelastet. Die Handballerinnen kommen in B-, A-Jugend und bei den Junior-Flames zum Einsatz. Perspektivisch sollen zehn Plätze angeboten werden.

In diesem Sommer sind vier Mädchen neu in die Einrichtung eingezogen. Die Talente werden nach sorgfältigem, deutschlandweitem Scouting ausgewählt. Initiativbewerbungen sind möglich und kommen bei den Verantwortlichen gut an, sagt Ilka Fickinger. Die Spielerinnen bzw. deren Eltern müssen einen Teil der Akademie-Kosten tragen.

Neben der sportlichen Förderung, werden die Talente bei ihrer, meist schulischen, Ausbildung unterstützt. Dazu gehört, dass sie unabhängig von den sportlichen Fortschritten während des Besuchs der Akademie die Schule beenden können. „Das ist eine Frage von Vertrauen und Verlässlichkeit“, sagt Fickinger. Verlässlichkeit bedeutet zudem, Spielerinnen bei Verletzungen zur Seite zu stehen. In der Vorsaison fehlten Vivian Leuders und Laura Eiskirch monatelang verletzungsbedingt, behielten dennoch „selbstverständlich“ (Fickinger) ihren Platz in der Akademie und kehren nun zurück aufs Feld.

Die nötige Zeit, die Veränderungen mit dem Wegzug von zu Hause zu verarbeiten, wird den Sportlerinnen eingeräumt. „Mit 16 Jahren oder früher die Familie zu verlassen, ist kein leichter Schritt“, so Fickinger. Zeit für die sportliche Entwicklung wird den Spielerinnen ebenso zugestanden. „Bei manchen kommt der Leistungssprung früher, bei anderen später.“ Klar ist aber: Die Mädels müssen liefern. „Von den Akademie-Spielerinnen erwarten wir, dass sie in ihren Altersklassen herausragen“, so Ilka Fickinger. Eric Horn