Startseite Fallback für unzugeordnet und Altdaten bzw Archiv

Im Test Der Kia Stinger gefällt durch sportliche Optik / Das schnellste Serienmodell der Marke

Sportlimousine mit Kraft und Stil

Archivartikel

Frankfurt.Neben all den neuen SUV-Erscheinungen (Sport Utility Vehicle) in allen möglichen Größen registriert der Automarkt auch noch die Präsentation neuer Limousinen. Und wie im Falle des Kia Stinger kann das eine Markteinführung sein, die Autofreunde mit der Zunge schnalzen lässt. Denn der koreanische Stachel – so die deutsche Übersetzung des Modellnamens – hat viel sportliches Potenzial. Vorsicht also, der Stinger sticht! Die 4,83 Meter lange Coupé-Limousine ist auf dem europäischen Markt der erste Kia mit Heckantrieb, der Allrandantrieb arbeitet ebenfalls heckbetont.

Selbstbewusster Auftritt

Zugleich ist der Stinger das bisher schnellste Serienmodell des koreanischen Autoherstellers. Die Topversion mit einem 370 PS starken Sechszylinder sprintet in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h. Der Kia Stinger 3.3 T-GDI AWD mit Achtstufen-Automatik kostet mindestens 55 900 Euro. Dieser Leistungssportler ist selbstbewusst genug, um auch optisch für seine Dynamik zu werben. Im europäischen Kia-Designzentrum in Frankfurt entworfen, präsentiert sich der Stinger scharf gezeichnet mit eleganter Front, schlanken Flanken, Fließheck-Silhouette und kraftvollen Hüften. Der Innenraum gibt sich modern und gut verarbeitet. Im ergonomischen Cockpit fällt der nach oben ragende 8-Zoll-Touchscreen des serienmäßigen Navigationssystems auf.

Der Fahrer und sein Beifahrer sitzen auf sportlichem Gestühl mit reichlich Seitenhalt. Alle Insassen genießen großzügige Beinfreiheit. Die Kopffreiheit ist hingegen auf der Rückbank wegen des abfallenden Dachs schnell ausgereizt. Das Gepäckfach bietet ein Volumen von 406 Litern, das durch Umlegen der Rücksitzlehne auf bis 1114 Liter erhöht werden kann. Unter der langgestreckten Motorhaube des Kia Stinger arbeiten wahlweise ein 2,2-Liter-Diesel mit 200 PS sowie zwei Benziner mit 255 und 370 PS.

Der gefahrene 2,0-Liter-Benzindirekteinspritzer mobilisiert 255 PS und ein maximales Drehmoment von 353 Nm. Den Sprint von null auf 100 Stundenkilometer erledigt der Stinger 2.0 T-GDi in 6,0 Sekunden. Der Vortrieb endet bei 240 km/h. Den durchschnittlichen Wert von 7,9 Litern Verbrauch pro 100 Kilometern, den das Werk angibt, konnten wir in der Praxis wahrlich nicht erreichen. Meist waren es zwei bis drei Liter mehr. Bei extrem flotter Fahrweise gab es einen zusätzlichen Nachschlag.

Es macht aber auch richtig Spaß, mit dem Stinger auf der linken Autobahnspur zu brettern oder über kurvenreiche Strecken zu zirkeln. Der Stinger liegt wie ein Brett auf der Straße. Die Lenkung arbeitet sehr direkt, die Achtstufenautomatik ist top abgestimmt. Dabei schafft der Stinger einen angenehmen Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort. Und das in all seinen fünf möglichen Fahrstufen.

Dabei nimmt er sich selbst im Sport +-Modus akustisch vornehmen zurück. Seine Kraft ist seh- aber keineswegs hörbar. Für viele Autofreaks wird er zu leise sein. Dennoch vereint der moderne Gran Turismo Kraft und Stil. Der Kia Stinger 2.0 T-GDi RWD GT Line kostet mindestens 44 490 Euro.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto