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Im Test Der Lexus UX 250h tritt mit markantem Design auf / Im kompakten Crossover reduziert ein Elektromotor den Verbrauch

Mit Ecken und Kanten

Archivartikel

Mannheim.Der Lexus UX 250 h vermittelt mit seinem riesigen Grill und den messerscharfen Kanten Angriffslust. Aber der erste Eindruck täuscht. Denn hinter dem markanten Design versteckt sich eher ein vernünftiger, zurückhaltender Geselle als ein PS-protzender Draufgänger. Doch der Reihe nach.

Das kompakte SUV (Sport Utility Vehicle) tritt mit der vierten Generation des Lexus-Hybridsystems an. Was beweist, dass bei der Nobel-Marke von Toyota der effiziente Antrieb schon eine gewisse Tradition hat. Entsprechend reibungslos funktioniert das Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotor. Beide Antriebsarten erreichen eine Systemleistung von 184 PS. Zum Einsatz kommt ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Reihenmotor mit 152 PS. Der Benziner erreicht ein maximales Drehmoment von 194 Newtonmetern als Allradvariante.

Geräuschfreie Fahrt

Zum Hybridsystem gehören auch zwei Elektromotoren mit einer Leistung von 109 PS. Die Systemleistung ergibt sich im Übrigen nicht durch die Addition der zwei PS-Zahlen von Verbrenner und E-Motoren. Die Leistung der einzelnen Komponenten kann nicht zusammengebracht werden. Sowohl der Verbrenner als auch die beiden Elektroaggregate haben ihre Höchstdrehzahl. Und je nach dem wie sie gerade miteinander wirken, wird dadurch weniger als die Höchstleistung erbracht.

Das muss die Insassen nicht belasten. Sie können eine relativ geräuschfreie Fahrt genießen. Beim Dahingleiten mit konstanter Geschwindigkeit und bei sanftem Beschleunigen übernimmt der Elektromotor den Antrieb und zieht die Energie aus der Nickel-Metallhybrid-Batterie. In 8,7 Sekunden hat der Lexus UX 250h die 100-Kilometer-Marke geknackt. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 177 km/h ausgereizt. Wenn auch der Kompakt-SUV satt auf der Straße liegt und selbst in schnellen Kurven nicht ins Wanken gerät, so ist ihm ein sportlicher Anzug dennoch eine Nummer zu groß. Das Dahingleiten steht ihm besser. Lange Wellen und kurze Unebenheiten werden gekonnt weggebügelt und trüben nicht den Fahrgenuss.

Bei vorausschauendem Fahren wird man dann auch mit einem geringen Spritverbrauch belohnt. Laut Werk fließen im Durchschnitt 4,4 Liter Benzin pro 100 Kilometer durch die Schläuche (NEFZ-Werte). Bei unseren Testfahrten erreichten wir im Schnitt 6,2 Liter pro 100 Kilometer. Für einen 184 PS starken Crossover mit Benziner und Allradantrieb ein respektabler Wert.

Der Fahrgastraum wirkt edel. An der Verarbeitung der höherwertigen Materialien gibt es keinerlei Kritik. Der Innenraum bietet aber vergleichsweise wenig Platz. Während der Fahrer und sein Beifahrer noch gut untergebracht sind, steht den Bankmitfahrern wegen des flachen Dachs nur relativ wenig Kopf- und Kniefreiheit zur Verfügung. Beim Einstieg in den Fond müssen diese zudem den Kopf einziehen, um keine unliebsame Bekanntschaft mit dem Holm zu machen. Bei solchen Dimensionen reicht es dann auch nur für einen Kofferraum mit einem Volumen von 401 Litern.

Der Lexus UX 250h kostet mindestens 36 300 Euro. Mit Allradantrieb und in der höchsten Ausstattungslinie Luxury Line steht das Hybrid-Modell mit 49 600 Euro in der Preisliste. Einen klassischen UX 200 mit Verbrenner gibt ab 34 350 Euro.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto