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Sicherheit Vorsicht bei Fahrten mit dem Caravan

Gespann wie ein Lastzug

München.Übung macht den Meister – das gilt auch für das Autofahren mit einem Wohnanhänger. Der ADAC vergleicht ein Gespann aus einem Auto und einem Caravan mit einem „kleinen Lastzug“ und rät grundsätzlich von sportlicher Fahrweise ab. Caravan-Neulinge sollten zum Beispiel bedenken, dass Überholvorgänge deutlich länger dauern, da das Zugfahrzeug schlechter beschleunigt und vor allem bremst, als wenn kein Anhänger am Haken hängt. Neben vorausschauendem Fahren ist es für die Sicherheit daher wichtig, langsam anzufahren und weich zu bremsen, empfiehlt der Automobilclub.

Umdenken bei Routenplanung

Seitenwind hat bei Gespannen eine viel größere Angriffsfläche, was sich vor allem auf Brücken und beim Überholen von Bussen und Lastwagen bemerkbar macht. Gerät der Wohnanhänger ins Schlingern, kann nur ein Tritt auf die Bremse für Stabilität sorgen.

An das ungewohnte Format sollten Fahrer auch an Autobahnraststätten denken: Die Zufahrten zu den Pkw-Stellplätzen sind laut ADAC oft mit Metallgestängen überdacht. Daher sollten Fahrer der Beschilderung folgen, die zu den Caravan-Parkplätzen führt. Lkw-Plätze zu nutzen ist dagegen nicht erlaubt.

Bei der Routenplanung sollten Caravan-Anfänger außerdem lieber Umwege einkalkulieren, um steile, lange Passfahrten zu meiden – diese seien auch für Erfahrene „eine echte Herausforderung“, warnt der Autoclub. tmn