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Im Test Der Lexus LS 500 macht in der Oberklasse eine gute Figur / Ein Benziner mit 417 PS oder ein Hybrid mit 359 PS im Angebot

Ausdrucksstark sowie luxuriös

Archivartikel

Köln.Die feine Toyota-Tochter Lexus kann auch Oberklasse. Daran lässt die Luxuslimousine LS 500 keine Zweifel. Die fünfte Generation fällt länger und flacher aus als beim Vorgänger. Nun streckt sich der Luxusliner 5,23 Meter in die Länge und bietet mit einem Radstand vom 3,12 Meter fürstliche Platzverhältnisse. Auch wenn das Dach der Stufenheck-Limousine wie bei einem Coupé nach hinten abfällt, so genießen ebenso die Hinterbänkler große Freiheiten und müssen nicht um ihre Frisur bangen.

Der Kofferraum indessen könnte etwas größer sein. Er erreicht mit seinem Volumen von 430 Litern in der Oberklasse nur einen unteren Rang. Seine Konkurrenten aus Stuttgart, Ingolstadt oder München haben im Gepäckfach einige Liter mehr anzubieten. Kommt hinzu, dass die Kofferraumöffnung beim Lexus recht schmal dimensioniert ist.

Breit auf der Straße

Nichtsdestotrotz steht das japanische Premiummodell selbstbewusst und breit auf der Straße und reißt sein Maul ganz weit auf. Die Designer haben eine messerscharfe Optik geschaffen mit einem riesigen Grill, der fast die gesamte Front einnimmt. Durch die schlanke Silhouette geht die Limousine fast schon als Coupé durch, was der Optik beileibe nicht schadet. Das luxuriöse Flaggschiff der Japaner empfängt seine Insassen standesgemäß. Nach Öffnen der großen Türen hebt die optionale Luftfederung das Fahrzeug an, um den Einstieg zu erleichtern. Die Sitzwangen öffnen sich und die Gurtschlösser schieben sich nach vorne.

Die neuen Vordersitze mit Klimatisierung und Massage-Funktion ermöglichen 28 verschiedene Einstellungen. Aber auch hinten sitzt man gemütlich in edlem, konturiertem Gestühl. Der Sitz hinter dem Beifahrer lässt sich zur Liege umfunktionieren, bequemer geht das Reisen im Fahrzeug nicht. Im Monitor am Vordersitz lässt sich dazu das eigene Unterhaltungsprogramm einspielen. Der Innenraum gleicht einer Lounge aus Lack, Leder, Chrom und edlen Hölzern. Gefaltete Stoffverkleidungen und schillernde Glaskonsolen an den Türen sorgen für ein besonderes Ambiente, irgendwie fühlt man sich in einem Kinosaal. Wer es mag, der kann die japanische Tradition mit Applikationen in Kiriko-Glas und der Türverkleidung in Stoff mit Origami-Faltung für zusätzlich 15 200 Euro ordern. Alle Materialien sind bestens verarbeitet.

Beeindruckend ist auch diese Ruhe während der Fahrt. Lexus hat den Innenraum des LS auf geräuscharmes Cruising ausgelegt. Ein Benziner mit 417 PS treibt den Luxusliner an. In 5,5 Sekunden schiebt der Sechszylinder den Lexus auf die 100-Kilometer-Marke bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h (elektronisch abgeregelt). Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt und mithin prädestiniert fürs Dahingleiten. Doch der LS 500 hat ebenso das Zeug für flotte Fahrten. Das Handling wurde ein überarbeitetes Fahrdynamik-Management verbessert, das Bremsen, Lenkung, Antrieb und Radaufhängung steuert.

Innovative Sicherheitstechnik sorgt zudem für ein großes Maß an Sicherheit. Das alles hat seinen (hohen) Preis. Der Lexus LS 500 in der höchsten Ausstattungsstufe Luxury Line kostet stolze 134 900 Euro. Der Einstieg in die luxuriöse LS-Welt kommt auf 105 900 Euro.

Ab 93 300 Euro gibt es zudem ein Hybrid-Modell mit einer Gesamtleistung von 359 PS. Dieser LS hat laut Werksangabe einen durchschnittlichen Verbrauch von 6,2 Litern. Der herkömmliche Bruder benötigt laut Datenblatt 9,9 Liter. Bei den Testfahrten waren es in der Regel zwei bis drei Liter mehr pro 100 Kilometern.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto

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