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Orientalisches Erwachen im Jungbusch

Archivartikel

Es ist Mittag, die Sonne scheint und wir machen uns hungrig auf die Suche nach einer Stärkung im Jungbusch. Wir entscheiden uns für das Bodhi, in dem seit Mitte März das Multikulti-Pärchen – Seher (halb Polin, halb Türkin) und Volkan (Kurde) – ihre Leidenschaft zu gutem orientalischen Essen mit uns teilt. Hier gibt es ausgewählte vegetarische und vegane Gerichte: von Falafel über Tabouleh bis hin zu Pita mit frischem Hummus. Das Konzept des Ladens haben Seher und Volkan gemeinschaftlich entworfen. Sie machten es sich zur Aufgabe einen Ort zu schaffen, an dem man leckeres Essen in einer lockeren Atmosphäre genießen kann – diese Aufgabe haben sie erfolgreich gelöst.Hinter der Theke steht Koch Khaled aus Syrien. Bevor er vor drei Jahren nach Deutschland kam, führte er in seiner Heimat ein Restaurant, in dem er Gerichte nach Mamas Rezept zubereitete. Diese Rezepte hat er mit hier her gebracht – ein Glück für uns! Jeden Morgen vor Ladenöffnung steht Khaled in der Küche und bereitet alles frisch vor.

Wir entscheiden uns für den gemischten Teller, um auch wirklich nichts zu verpassen und lassen uns mit einer kühlen Limo auf dem Bänken vor dem kleinen Laden nieder. Wir werden nicht enttäuscht von Khaled. Am meisten angetan hat es uns der würzige Curry-Reis, die gebratenen Auberginen und „oh mein Gott“ diese Spitzpaprikapaste! Auch die goldbraun frittierten Falafel mit weichem Kern haben uns begeistert. Das Rätsel, warum die Kichererbsenkugeln jedoch aussehen wie kleine Donuts, hat uns nicht losgelassen. Der Koch klärt uns im Nachhinein auf, dass die Falafel so schneller garen und nicht trocken werden.

Während wir da so in der Sonne sitzen, unser Essen genießen und uns von der orientalischen Musik im Hintergrund berieseln lassen, merken wir, wie unsere Lebensgeister wieder erwachen. Liegt vielleicht auch an dem Namen, immerhin heißt „Bodhi“ Erwachen.